Die Swisscom
-Tochter Fastweb und Telecom Italia
bauen zusammen ein neues Breitbandnetz. Dabei sollen die bestehenden Netze teilweise gemeinsam genutzt und neue in Abstimmung miteinander geplant und gebaut werden, teilten die Unternehmen am Montag mit.
HB MAILAND. Die neue Datenautobahn soll größere Kapazitäten zur Video- und Datenübertragung haben. Der frühere Monopolist Telecom Italia
versucht mit dem Schritt, den auf einen stärkeren Wettbewerb drängenden Kartellhütern entgegenzukommen. Für Mittwoch hat die Regulierungsbehörde Agcom ein Treffen mit dem größten italienische Telekom-Konzern anberaumt. Die Swisscom
hatte 2007 rund 3,1 Milliarden Euro für die Mehrheit an Italiens zweitgrößtem Breitband-Anbieter Fastweb bezahlt.
Gleichzeitig legten die beiden Konkurrenten einen Teil ihrer Rechtsstreitigkeiten bei. Sprecher von Telecom Italia
und Fastweb wollten keine weitern Details nennen. Die Mailänder Fastweb hatte vergangenes Jahr eine 970 Millionen Euro schwere Klage eingereicht, da Telecom Italia
die Daten früherer Kunden benutzt haben soll, um sie wieder zurückzugewinnen. Fastwebs Aktien legten in Mailand der Spitze um acht Prozent zu und notierten am Mittag noch 4,3 Prozent höher. Die Titel von Telecom Italia
gewannen knapp ein Prozent. Fastweb will nach acht Jahren in den roten Zahlen in diesem Jahr die Gewinnschwelle überschreiten. 2007 waren bei 1,43 Millionen Euro Umsatz noch knapp 125 Millionen Euro Verlust angefallen.

