Fernsehanstalten
TF1 fordert Sparzwang für öffentliche TV-Sender

Der französische Privatsender TF1 hat nach Presseinformationen die EU-Kommission aufgefordert, die Ausgaben der öffentlich-rechtlichen Sender für Übertragungsrechte zu beschränken. Betroffen wären auch ARD und ZDF.

HB PARIS. Brüssel soll bei der geplanten Neufassung der Regeln für das öffentliche Fernsehen festlegen, dass die Sender einen bestimmten Anteil der Rechtekosten am Umsatz nicht überschreiten dürfen. TF1 habe dabei den französischen Staatssendern Verzerrung der Konkurrenz vorgeworfen, berichtet das Pariser Finanzblatt "La Tribune".

TF1 beschwert sich auch über Dumpingpreise der Staatssender für Werbezeit. Der mit dem TF1-Besitzer Martin Bouygues befreundete Staatspräsident Nicolas Sarkozy hat die schrittweise Abschaffung der Werbung im Staatsfernsehen bis Ende 2011 durchgesetzt.

Bereits von diesem Montag an dürfen Sender wie France-2 keine Werbung mehr nach 20.00 Uhr ausstrahlen. Die Einnahmeausfälle von 450 Millionen Euro werden über neue Sondersteuern ausgeglichen, bei denen die Bouygues - Konzerne kräftig zur Kasse gebeten werden.

Die TV-Unternehmen wie TF-1 sehen ihr Geschäftsmodell vom neuen terrestrischen Digitalfernsehen und von den Fernsehangeboten der Telekommunikationskonzerne gefährdet. Außerdem leiden sie in der Konjunkturkrise unter dem Rückgang der Werbeeinnahmen. Der TF1-Umsatz schrumpfte 2008 nach vorläufigen Angaben um sechs Prozent.

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