Fernsehgeräte-Produzent wird erst zum Jahresende schwarze Zahlen schreiben
Chinesen kommen bei Schneider langsamer voran als erwartet

Der Neustart des traditionsreichen Fernsehgeräte-Herstellers Schneider Electronics gestaltet sich schwieriger als erwartet. „Wir brauchen mehr Zeit, als wir eigentlich gedacht haben“, sagte Felipe Suen, Geschäftsführer des Türkheimer Unternehmens, dem Handelsblatt.

TÜRKHEIM. Ursprünglich hätte Schneider im Frühjahr die Gewinnschwelle erreichen sollen. Jetzt werde die Firma erst im letzten Quartal diesen Jahres schwarze Zahlen schreiben, so der chinesische Manager.

Suen räumte ein, dass das neue Management Fehler gemacht habe: „Wir hatten bis Anfang des Jahres zu wenige Produkte zur Verfügung“, betonte er. Deshalb sei die Marke in den Läden nicht ausreichend vorhanden gewesen. Zudem sei die Ausstattung der modernen LCD-Fernseher von Schneider zu aufwendig gewesen. Als Marke „aus der zweiten Reihe“ habe die Firma am Markt dafür nicht die nötigen Preise erzielen können und deshalb Verluste hinnehmen müssen.

Der chinesische Elektronik- Riese TCL hatte das Kerngeschäft der Schneider-Werke im schwäbischen Türkheim im Herbst 2002 aus der Insolvenz heraus übernommen. Zum Schnäppchenpreis von 8,2 Mill. Euro wollten sich die Asiaten mit der gut eingeführten Marke ein Standbein in Europa aufbauen.

Im Frühjahr schloss TCL nun mit dem französischen Thomson- Konzern ein weit bedeutenderes Bündnis im Fernsehbereich. Beide Firmen bündelten zum ersten August ihr Geschäft mit Fernsehern in der TTE Corporation, Shenzhen. Mit mehr als 20 Mill. verkauften Apparaten im Jahr betrachtet sich die chinesisch-französische Allianz als weltweit größten Hersteller. Der 45-Jährige Suen ist nicht nur Geschäftsführer von Schneider, sondern gleichzeitig in der Führungsspitze von TCL und TTE.

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