Fernsehkonzern M 6
Albert Frère steigt bei Bertelsmann-Sender ein

Bertelsmann wird Albert Frère nicht los. Der belgische Finanzinvestor hat fünf Prozent am französischen Fernsehkonzern M 6 gekauft. Der Sender gehört zu 48,6 Prozent der RTL Group, Tochter des Gütersloher Konzerns.

hps DÜSSELDORF. Der früheren Bertelsmann-Mitgesellschafter Albert Frère hat einen Anteil von fünf Prozent am französischen Fernsehkonzern M 6 gekauft. Er erwarb den Anteil vom Mischkonzern Suez, an dem er erst vor wenigen Tagen seinen Anteil erhöhte. Seine fünf Prozent an M 6 wird von der Compagnie Nationale à Portefeuille Group (CNP) gehalten, die Frère kontrolliert. Der ehemalige Schrotthändler kennt das Unternehmen als Aufsichtsratsvorsitzender seit 2003 sehr gut. M 6 ist der Gewinnbringer bei der RTL Group, Europas größtem Fernsehsender.

Durch die Übertragung der WM-Spiele in Frankreich erzielte der Sender einen Zuschaueranteil von 14,7 Prozent, den höchsten seit vier Jahren. Das von Nicolas de Tavernost geleitete Unternehmen erzielte zuletzt einen Rekordumsatz von 1,27 Mrd. Euro. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) lag bei 229 Mill. Euro. Im Gegensatz zur RTL hat sich der Sender zusätzliche Einnahmequellen wie Handys, Musik oder Merchandising erschlossen.

Unterdessen läuft bei Bertelsmann der Verkauf des Musikverlags BMG Music Publishing auf Hochtouren. Bis zum 10. Juli müssen die Angebote der verbliebenen fünf Bewerber abgegeben sein. Darunter sind die Musikfirmen EMI und Universal, das derzeitige Management unter Nicholas Firth und Finanzinvestoren. Bertelsmann will mit dem Verkauf 1,5 Mrd. Euro einnehmen. „Angesichts des hohen Interesses sind wir zuversichtlich, dass der Auktionsprozess den echten Wert dieses Geschäftes abbilden wird“, sagte ein Sprecher gestern. Der Verkauf soll bis Herbst abgeschlossen werden.

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