Fernsehkonzern
RTL präsentiert deutliches Gewinnplus

Die RTL Group konnte den Gewinn deutlich steigern. Insgesamt ging der Konzernumsatz aber aufgrund der schwierigen Werbemärkte in Europa zurück. Aber in einem Land konnte der Konzern zulegen.
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Köln.Die Fernsehkette RTL Group hat trotz anhaltend schwieriger Werbemärkte im ersten Halbjahr ihren Nettogewinn um mehr als die Hälfte gesteigert. Weil RTL derzeit so viel Geld mit seinem laufenden Geschäft verdient, soll den Aktionären im September eine außerordentliche Dividende von 2,50 Euro je Aktie gezahlt werden. Das kommt vor allem dem Gütersloher Medienkonzern Bertelsmann zu Gute, der nach der jüngsten Aktienplatzierung an der Frankfurter Börse noch gut 75 Prozent an seiner profitabelsten Tochter hält.

Für das Gesamtjahr zeigte sich Co-Chefin Anke Schäferkordt am Donnerstag nun etwas optimistischer. "Wir sind zuversichtlich, im Gesamtjahr ein ähnliches Ebita zu erwirtschaften wie 2012", sagte sie im Gespräch mit Reuters. Bislang galt das als unsicher. An der Börse kamen die Nachrichten gut an: Die im SDax notierten RTL-Aktien legte zeitweise rund vier Prozent auf 71,30 Euro zu.

Zu schaffen machten RTL die Probleme am Werbemarkt. "Außer Deutschland waren alle TV-Werbemärkte im Minus", sagte Schäferkordt. Der Umsatz ging im ersten Halbjahr dementsprechend um 1,3 Prozent auf 2,78 Milliarden Euro zurück. Doch konnte RTL die schwachen Werbeeinnahmen durch Einsparungen kompensieren. "Wir haben entsprechend darauf reagiert und konnten durch Kostensenkungen ein sehr gutes Ebita erzielen", erläuterte die Co-Chefin. Das operative Ergebnis (Ebita) stieg um 9,1 Prozent auf 552 Millionen Euro, wozu vor allem das Deutschland-Geschäft beitrug. Unter dem Strich blieb ein um 52,6 Prozent höherer Gewinn von 418 Millionen Euro. Geholfen habe auch, dass RTL mit seiner regionalen Verbreitung und Bandbreite an Geschäften nicht allein von Werbung abhängig sei. Alleine der Online-Bereich sei um 20 Prozent gewachsen.

Das digitale Geschäft mit Videodiensten und Websites ist ein Wachstumsbereich des Fernsehkonzerns. Daneben produziert er mit der Tochter FremantleMedia auch eigene Formate und expandiert mit seinen Sendern in Wachstumsmärkte. Mehr Zuschauer und Werbeeinnahmen verspricht sich Schäferkordt auch von den Übertragungsrechten für die Qualifikationsspiele der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zur EM 2016 und WM 2018. "Der Vorteil von Qualifikationsspielen gegenüber den eigentlichen Wettbewerben ist, dass sie sich über das Jahr verteilen und nicht nur in der werbemäßig schwächeren Sommerzeit ausgestrahlt werden", erläuterte die Managerin. Die Rechte seien eine einmalige Gelegenheit gewesen. RTL stach dabei die öffentlich-rechtliche Konkurrenz aus. Das hieße aber nicht, dass RTL in Deutschland in den nächsten Jahren maßgeblich in den Fußball investieren werde.

Für das vierte Quartal und das Gesamtjahr traute sich Schäferkordt keine konkrete Prognose zu. Konkurrent ProSiebenSat.1 erwartet nach einem unerwartet starken Zuwachs von Umsatz und Betriebsgewinn im zweiten Quartal, dass der Jahreserlös im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich zulegen wird. Auch der Gewinn soll steigen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ja, so ist das halt, wenn der Bildungskanal die Schleusen hochzieht.
    Und die Bertelsschnarchsäcke freuts halt.

    Kann man ihnen das verübeln?

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