Fernsehmesse Mipcom in Cannes
Hollywood ist bei Sendern gefragt

Hollywood ist in Deutschland wieder en vogue. Die deutschen Fernsehsender haben einen hohen Bedarf an US-Serien und -Filmen. „Es gibt eine Renaissance der amerikanischen TV-Produktionen. Die Lizenzware aus den USA boomt wieder“, sagte Herbert Kloiber, der einflussreichste Filmhändler in Deutschland, dem Handelsblatt.

HB CANNES. Der Chef der Tele-München-Gruppe (RTL 2, Tele 5, Cinemaxx) führt das gestiegene Interesse an den Produktionen der großen Hollywood-Studios wie Disney, Warner Bros. oder NBC Universal auf die jüngsten Quotenerfolge in Deutschland zurück. Nicht zuletzt wegen des Erfolgs von US-Produktionen wie „CSI: Miami“ setzte sich RTL mit einem Marktanteil von 14 Prozent im September wieder an die Spitze der deutschen Fernsehsender.

Die neuen Folgen von „CSI: Miami“ schalteten zuletzt über sechs Millionen Zuschauer ein. In der für die Werbekunden relevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen erreichte die Krimiserie im vergangenen Monat einen Marktanteil von 30 Prozent. Die Produktionen des Micky-Maus-Konzerns Disney bescherten bereits dem Schwestersender Vox, ebenso wie RTL eine 100-prozentige Tochter des Medienkonzerns Bertelsmann, hohe Quoten. Auch die gerade mit dem Filmpreis Emmy ausgezeichnete US-Detektiv-Serie „Monk“ des Medienkonzerns NBC Universal startete bei RTL in die neue Saison mit einer hohen Quote. Der Publikumserfolg von RTL ist kein Einzelfall. Auch der Konkurrent Pro Sieben hat mit Serien wie „Desperate Houswives“ und „Lost“ hohe Marktanteile erzielt.

Im Vergleich zu früheren Jahren schaffen es die Amerikaner besser den Publikumsgeschmack in Europa, speziell in Deutschland, zu treffen. „Die Hollywood-Studios treffen mit weniger Action und besseren Geschichten den Massengeschmack“, sagt Claude Schmit, Geschäftsführer des Kinderkanals Super RTL. Doch nicht nur an den Drehbüchern wurde gearbeitet, sondern auch an der Erzähltechnik. „Die US-Produktionen sind im Vergleich zu früheren Jahren höherwertiger geworden“, sagt Sylvia Rothblum, Deutschlandschefin des Filmrechtehandels von Warner Bros.

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