Fernsehsender
Pro Sieben Sat 1 macht Gewinn, Sky Verlust

Der Pay-TV Sky-Sender Deutschland macht zwar Fortschritte. Doch das dritte Quartal beendete er mit Verlust. Deutlich rote Zahlen sind auch für das Gesamtjahr zu erwarten. Viel besser sieht es bei Pro Sieben Sat 1 aus.
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HB MÜNCHEN/FRANKFURT. Skys Nettoverlust ging im dritten Quartal auf 89,3 Mio. Euro von 116,7 Mio. im Jahr zuvor zurück, wie der von Rupert Murdochs Medienkonzern News Corp kontrollierte Sender am Donnerstag in München mitteilte. Bei nahezu stabilen operativen Kosten stieg der Umsatz um 16,6 Prozent auf 243,2 Mio. Euro. Sky konnte damit die Markterwartungen deutlich übertreffen. Analysten hatten im Schnitt mit einem Nettoverlust von knapp 98 Mio. Euro und Erlösen von 237 Mio. gerechnet.

Im dritten Quartal gewann der früher als Premiere bekannte Sender per saldo 45 000 Abonnenten hinzu und zählt damit insgesamt 2,52 Millionen. "In diesen Ergebnissen sehen wir ermutigende Zeichen", sagte Vorstandschef Brian Sullivan. Im wichtigen Weihnachtsgeschäft will Sky deutlich mehr Kunden gewinnen als zwischen Juli und September.

Trotzdem sind Gewinne weit weg: Im Gesamtjahr 2010 rechnet das Management mit einem operativen Verlust (Ebitda) von 260 bis 280 Mio. Euro. 2011 soll es eine deutliche Verbesserung geben, für positive Vorzeichen dürfte es aber nicht reichen.

Ganz anders sieht es bei Pro Sieben Sat 1 aus: Die Sendergruppe traut sich im laufenden Jahr weiter ein kräftiges Gewinnplus zu. 2010 werde das operative Ergebnis (recurring Ebitda) des Vorjahres auf jeden Fall deutlich übertroffen, bekräftigte Europas zweitgrößter Fernsehkonzern am Donnerstag. Im August hatte Vorstandschef Thomas Ebeling bereits angekündigt, dass das operative Jahresergebnis sich auf mehr als 800 Mio. Euro summieren dürfte. In den ersten neun Monaten sammelte der TV-Sender davon bereits 547 Mio. Euro ein.

Vor einer Woche hatte die Fernsehgruppe (ProSieben, Sat.1, Kabel Eins) ihre Eckzahlen für das dritte Quartal vorgestellt. Aufgrund des anhaltenden Werbebooms hatte die TV-Gruppe die Rückkehr in die schwarzen Zahlen geschafft. Der Überschuss belief sich auf 32 Mio. Euro nach 12,7 Mio. Verlust im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig legte der Konzernumsatz um zwölf Prozent auf 627 Mio. Euro zu.

Auch der Start ins umsatzstarke vierte Quartal sei gut gelaufen, erklärte der RTL-Rivale. Allerdings dürfte das Wachstum aufgrund der hohen Vorjahresvergleichszahlen nicht mehr so hoch ausfallen wie in den Vorquartalen.

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