Filmstudio
Bollywood blickt nach Hollywood

Seit Monaten kämpft MGM um einen neuen Investor. Nun könnte es nach dem Motto gehen: Bollywood schielt nach Hollywood. Denn das indische Konglomerat Sahara India Pariwar erwägt, das überschuldete Filmstudio Metro-Goldwyn-Mayer zu kaufen.
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NEU-DEHLI. Bollywood könnte zum Retter des legendären Hollywood-Studios Metro-Goldwyn-Mayer werden. Das indische Konglomerat Sahara India Pariwar erwägt, für bis zu zwei Mrd. Dollar die Mehrheit an dem überschuldeten Filmstudio MGM zu übernehmen. Die Gespräche befänden sich in einem frühen Stadium, berichtet das „Wall Street Journal“. Sahara-One Motion Pictures ist einer der größten Filmproduzenten Indiens. Ferner betreibt die Sahara-Gruppe des Milliardärs Subrata Roy mehrere Fernsehsender und Kino-Ketten in Indien, ist im Immobiliensektor, in der Finanzindustrie und im Konsumgütergeschäft tätig.

MGM leidet unter vier MillardenDollar Schulden

Ein Sprecher von Sahara bestätigte Verhandlungen mit MGM, wollte sich zu deren Stand aber nicht äußern. Das legendäre Hollywood-Studio, das unter anderem die James-Bond-Filme produziert, leidet unter einer Schuldenlast von rund vier Mrd. Dollar. Seit Monaten ringt die Filmbranche um die Zukunft von MGM. Die Kreditgeber – mittlerweile überwiegend Hedgefonds – wollen diese Woche über die Insolvenz des Studios und einen Restrukturierungsplan beraten.

MGM wurde 2005 für fünf Mrd. Dollar von einer Gruppe Finanzinvestoren und Medienunternehmen gekauft, darunter der japanische Elektronikkonzern Sony und der Kabelanbieter Comcast. Den Großteil der Kredite zur Finanzierung der Übernahme bürdeten sie damals dem Filmstudio auf. Ein erneuter Verkauf soll MGM retten, doch das Interesse der Branche ist bisher mäßig. Ein Gebot des US-Medienkonzerns Time Warner über 1,5 Mrd. Dollar war als zu niedrig abgelehnt worden. Die indische Sahara-Gruppe ist nun offenbar bereit, für MGM einen höheren Preis zu bezahlen.

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