Finanzinvestoren in Telekombranche
Apax zielt auf Telekomfirmen

Der britische Finanzinvestor Apax will sich stärker in der deutschen Telekommunikationsbranche engagieren. „Die Telekombranche bleibt ein starker Wachstumsbereich“, sagt Torsten Krumm, Telekomexperte bei Apax in München, im Gespräch mit dem Handelsblatt.

DÜSSELDORF. „Die Branche ist noch stark fragmentiert in Mobilfunker, Festnetzanbieter und Wiederverkäufer wie AOL. Das bedeutet, dass eine große Bandbreite von Deals und Varianten möglich ist.“

Die Wettbewerber wollen künftig Mobilfunk, Telefon- und Internetanschluss sowie Internetfernsehen aus einer Hand anbieten, um damit ihre Kunden enger an sich zu binden.

Apax ist bereits im deutschen Festnetzmarkt aktiv: Im vergangenen Jahr kauften die Investoren für knapp 600 Mill. Euro die deutsche Tochter des niederländischen Netzbetreibers Versatel und verschmolzen sie mit ihrer bereits früher erworbenen Mehrheit an Tropolys, einem Verbund von Stadtnetzen. Dadurch kann Versatel heute 20 Prozent aller deutschen Haushalte mit Telefon- und schnellen Internetanschlüssen versorgen.

Apax will aber wachsen – organisch und durch Zukäufe. „Netcologne und M-Net stehen ganz oben auf unserer Wunschliste“, sagt Krumm. „Wenn sich die Städte als Eigner entschließen, zu verkaufen, setzen wir unsere Strategie der Konsolidierung von Stadtnetzbetreibern fort.“ Noch wiegeln die Eigentümer allerdings ab – sowohl in Köln als auch in München heißt es: „Wir denken derzeit nicht an einen Verkauf.“ Dennoch rechnen auch Experten mit weiteren Übernahmen. „Es ist klar, dass es unter den Stadtnetzbetreibern und im Festnetzmarkt eine Konsolidierung geben wird“, sagt Arno Wilfert von der Beratung Arthur D. Little.

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