Fininvest
Berlusconi macht bei Mediaset Kasse

Silvio Berlusconi hat Anteile an seinem Medienunternehmen Mediaset verkauft und damit 377 Millionen Euro eingenommen. Damit will der frühere italienische Ministerpräsident die Finanzen seiner Familie stärken.
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MailandSilvio Berlusconi hat einen Anteil von 7,8 Prozent an seinem Medienunternehmen Mediaset verkauft und damit 377 Millionen Euro eingenommen. Der frühere italienische Ministerpräsident will die Finanzen der Investmentgesellschaft seiner Familie stärken. Berlusconis Fininvest verkaufte am Donnerstag 92 Millionen Mediaset-Aktien zu 4,10 Euro je Stück und verringerte damit die Beteiligung auf 33,4 Prozent. Fininvest, die nicht börsennotiert ist, teilte mit, die Mittel sollen das Kapital stärken und könnten zu Investments führen, die der Diversifizierung dienen.

Fininvest verkaufte die Aktien, nachdem der Kurs von Mediaset an der Mailänder Börse am Donnerstag ein Vierjahreshoch erklommen hatte. Am Freitag fiel der Kurs um bis zu 6,2 Prozent und lag zuletzt 4,7 Prozent im Minus. Damit kam Mediaset auf eine Marktkapitalisierung von 4,80 Milliarden Euro.

Berlusconis Fininvest gehören auch die Hälfte des Verlags Arnoldo Mondadori Editore, 30 Prozent des Versicherers Mediolanum und der Fußballclub AC Mailand.

„Der Zeitpunkt der neuen Transaktion war bemerkenswert, da die Mediaset-Aktie eine Rally hingelegt hat, mit einem Plus von fast 50 Prozent auf Drei-Monats-Basis“, schrieb der Analyst Andrea Devita von Akros in Mailand. Er senkte seine Anlageempfehlung von „Halten“ auf „Verringern“.

Die Investments der Berlusconi-Familie haben darunter gelitten, dass sich Italien schwer tut, die längste Rezession seit dem 2. Weltkrieg abzuschütteln. Fininvest mit Sitz in Mailand hatte für 2013 einen Verlust in Höhe von 428,4 Millionen Euro berichtet. Die Zahlen für 2014 wurden noch nicht vorgelegt.

Mondadori kam für die ersten neun Monate 2014 auf einen Verlust von 7,5 Millionen Euro, da der Anzeigenverkauf schwächelte. Mediaset hat im selben Zeitraum 46,8 Millionen Euro verloren.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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