Firma ändert bisherige Strategie im Mobilfunkgeschäft
Klagen belasten Fusion von Mobilcom und Freenet

Die geplante Fusion des norddeutschen Mobilfunkanbieters Mobilcom und seiner Internettochter Freenet steht weiter auf der Kippe. Der designierte Vorstandschef Eckhard Spoerr will deshalb beim zuständigen Handelsregister ein Freigabeverfahren beantragen, um trotz vorliegender Anfechtungsklagen eine Eintragung der Fusion im Handelsregister zu ermöglichen.

lip HAMBURG. Sollte dies nicht gelingen, könne die Verschmelzung blockiert werden. „Ich hoffe, dass die Fusion durch das Freigabeverfahren zustande kommt“, sagte Spoerr.

Anlass für diese Maßnahme sind Anfechtungsklagen von Aktionären, die vor dem Oberlandesgericht in Schleswig anhängig sind. „Es gibt große Chancen, dass den Anfechtungsklagen stattgegeben wird“, meint Spoerr. Nähere Angaben will er hierzu nicht machen, da es sich um ein schwebendes Gerichtsverfahren handelt. Das Urteil des OLG Schleswig wird am 8. Dezember erwartet.

Auch Michael Grodd, Vertriebsvorstand von Mobilcom, zeigte sich beunruhigt: „Wir nehmen die Sache sehr ernst.“ Bislang geht Mobilcom davon aus, dass die Fusion im ersten Halbjahr über die Bühne geht. Heute beschäftigt sich der Aufsichtsrat der Büdelsdorfer Gesellschaft mit dem Thema.

Unterdessen ändert Mobilcom die Strategie im Mobilfunkbereich: So will der neue Firmenchef Spoerr das Neukundengeschäft stärker durch ein aggressives Wachstum ankurbeln. Damit soll vor allem der Marktanteil bei Vertragskunden von derzeit 6,8 Prozent weiter gesteigert werden.

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