Fiskus fordert 600 Millionen Dollar zurück
Intel droht eine Steuernachzahlung

Der weltgrößte Chiphersteller Intel soll Steuern in Höhe von mindestens 600 Millionen Dollar nachzahlen. Die US-Steuerbehörde Internal Revenue Service (IRS) fordert die Rückzahlung von angeblich zu Unrecht gewährten Steuervergünstigungen aus den Jahren 1999 und 2000.

tor NEW YORK. Intel bestreitet die Vorwürfe und will notfalls mit rechtlichen Mitteln dagegen vorgehen. Sollte die IRS sich durchsetzen, wird das nach Angaben des Unternehmens die künftigen Ergebnisse „erheblich“ beeinflussen.

Ein Intel-Sprecher zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass es dazu nicht kommen wird. Er verwies auf einen ähnlich Disput mit der Steuerbehörde Anfang der 90er Jahre. Damals wurde der Streit zu Gunsten von Intel beigelegt. „Es ist ein neues Team von Steuerprüfern und sie überprüfen den gesamten Sachverhalt“, sagte er. Die Beilegung des Steuerstreits kann Jahre dauern.

Im Kern geht es darum, dass Intel für den Export seiner in den USA hergestellten Chips Steuervergünstigungen kassiert hat. Das Ziel dieser Subvention ist es, Unternehmen zu einer stärkeren Produktion in den USA zu bewegen. Intel stellt zwar den Großteil seiner Bauelemente in den USA her, exportiert sie jedoch für Tests und den Zusammenbau ins Ausland. Die IRS bestreitet deshalb, dass es sich um echte Exporte handelt. Die Steuerbehörde lehnte eine Stellungnahme ab.

Sollte der Fiskus bei seiner Einschätzung bleiben, muss Intel Steuern plus Zinsen zurückzahlen. Zudem könnte die IRS ähnliche Forderungen für Geschäftsjahre nach 2000 stellen. Intel kündigte für diesen Fall an, der Konzern werde die früheren Ergebnisse nicht korrigieren, sondern die Steuernachzahlung gegen zukünftige Gewinne verrechnen. Im zweiten Quartals des laufenden Geschäftsjahres verdiente der Chipbauer 896 Mill. $.

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