Flachbildschirme gefragt: In der Samsung-Kasse klingelt es kräftig

Flachbildschirme gefragt
In der Samsung-Kasse klingelt es kräftig

Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung Electronics hat im letzten Quartal des vergangenen Jahres wieder deutlich mehr verdient als im Vormonat und im Vorjahr.

HB SEOUL. Samsung hat einen Gewinnsprung von 40 Prozent erzielt und damit die Markterwartungen übertroffen. Das Unternehmen begründete das Ergebnis vor allem mit der starken Nachfrage nach seinen großen LCD-Flachbildschirmen und NAND-Speicherchips, die in MP3-Playern und Mobiltelefonen verwendet werden. Erfolgreich entwickelte sich auch das Handy-Geschäft von Samsung, dem drittgrößten Anbieter nach Nokia und Motorola.

Der Netto-Gewinn stieg in den drei Monaten bis Ende Dezember auf 2,56 Billionen Won (rund 2,18 Mrd. Euro) von 1,83 Billionen Won vor einem Jahr und 1,88 Billionen Won im Vorquartal, wie Samsung am Freitag in Seoul mitteilte. Analysten hatten den Gewinn im Schnitt bei 2,18 Billionen Won erwartet.

Es ist der erste Anstieg des Quartalsgewinns bei Samsung seit dem dritten Quartal 2004. Das Unternehmen ist der weltgrößte Hersteller von großen Flüssigkristallbildschirmen (LCD) und erreichte zuletzt erstmals einen Marktwert von mehr als 100 Mrd. Dollar.

Nach dem Rekordjahr 2004 verbuchte Samsung im Gesamtjahr 2005 jedoch einen Rückgang des Reingewinns um 29 Prozent auf 7,64 Billionen Won. Die Umsätze gingen geringfügig um 0,3 Prozent auf 57,46 Billionen Won zurück. Auf das Halbleiter-Geschäft entfiel knapp ein Drittel des Gesamtumsatzes. Der Anteil des LCD-Geschäfts lag bei 17 Prozent und der Kommunikationsgeräte bei 33 Prozent. Samsung ist der größte Hersteller von Flüssigkristalldisplays (LCD) und die Nummer drei bei Mobiltelefonen. Der Umsatz beim Handygeschäft blieb mit 17,77 Billionen Won im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2004 fast unverändert.

Das Geschäft mit den Flachbildschirmen sieht Samsung auch im laufenden Jahr optimistisch. Im ersten Halbjahr werde die Nachfrage zwar nachlassen, in den zweiten sechs Monaten aber wieder anziehen. Die Hersteller dieser Bildschirme stehen alle vor dem Problem, dass die Preise wegen des großen Angebots sehr schnell fallen. Dieser Trend könnte sich noch verstärken, da mehrere Hersteller ihre Fertigungskapazitäten deutlich ausbauen.

Auf dem Speichermarkt erwartet Samsung ähnliche Marktbedingungen wie im vergangenen Jahr. Die Preise der in den meisten Computern verwendeten 256-Megabit-Speicher (DDR-DRAM) seien im vergangenen Jahr im Durchschnitt um mehr als 40 Prozent gefallen, die für NAND-Chips allein im vierten Quartal um durchschnittlich 17 Prozent.

Bei Handys verkaufte Samsung im vierten Quartal 27,2 Mill. Stück nach 26,8 Mill. im selben Zeitraum des Vorjahres. Die Gewinnmarge ist wegen höherer Marketingkosten und der Jahresend-Inventur der Lagerbestände auf acht von zuvor zwölf Prozent gefallen. 2006 will das Unternehmen 115 Mill. Handys verkaufen. Im Gesamtjahr 2005 waren es 102 Mill. Stück.

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