Flash-Sperre
Adobe-Chef will nicht mehr mit Apple streiten

Apple verzichtet bei iPad, iPhone und Macbooks weiterhin auf Adobes Flash-Technik. Trotzdem weist Adobe-Chef Narayen einen Streit der beiden IT-Riesen weiterhin von sich. Man arbeite in vielen Bereichen eng zusammen.
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Los AngelesDer kalifornische Software-Konzern Adobe sieht sich nicht mehr auf einem Kollisionskurs mit Apple. Der Konflikt um den Verzicht der Flash-Technik von Adobe auf den iOS-Geräten von Apple werde lediglich immer wieder von der Presse hochgespielt, sagte Adobe-Chef Shantanu Narayen am Donnerstag auf der Technologiekonferenz „D9 - All Things D“ in der Nähe von Los Angeles. 

Narayen verwies auf eine Publishing-Suite von Adobe, mit der inzwischen über 500 Magazine auf das iPad von Apple gebracht worden seien. Außerdem könnten mit Hilfe der Flash-Umgebung „Air“ Anwendungen für das iPhone oder iPad geschrieben werden, die dann über den iTunes App Store von Apple verbreitet werden. 

Die Adobe-Technik Flash wird auf zahllosen Webseiten für Animationen, Online-Programme und Videos verwendet. Apple sperrt Flash auf seinen mobilen Geräten wie iPhone und iPad jedoch aus. Zur Begründung erklärte Apple-Chef Steve Jobs, dass Flash zu viele Schwächen habe und mit dem kommenden Web-Standard HTML5 verzichtbar werde. 

Narayen betonte, beim Verzicht von Apple auf Flash spielten technische Aspekte quasi keine Rolle. Im Zentrum stehe vielmehr die Kontrolle über das eigene Geschäftsmodell. „Wenn man mit Flash programmiert, können die Anwendungen auch auf anderen Plattformen laufen.“ Bis Ende 2011 werde Flash auf 130 Millionen Smartphones laufen, sagte Narayen. Flash und HMTL5 seien auch keine konkurrierenden Technologien. „Wir tragen selbst aktiv zur Entwicklung von HTML5 bei.“

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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