Folge der Krise
Jobs bei Software AG gefährdet

Die Wirtschaftskrise setzt auch die Darmstädter Software AG unter Druck. Dort könnten Jobs gefährdet sein, räumte Vorstandschef Karl-Heinz Streibich am Donnerstag auf der Hauptversammlung ein.

HB FRANKFURT. Das Unternehmen rechne Krisenszenarien durch, sagte Streibich in Darmstadt. Diese reichten von einem Einfluss der Krise auf den Umsatz bei gleichem Gewinn bis hin zu Maßnahmen, die notwendig sein könnten, damit sich das Unternehmen von starken Auswirkungen der Krise wieder rasch erhole. "Zu letzteren würde im Extremfall Stellenabbau zählen, den wir aber, wenn irgend möglich, vermeiden möchten." Das Unternehmen sei in der Lage, die Kosten ohne Personalmaßnahmen um bis zu 13 Prozent zu senken, betonte ein Sprecher.

Streibich sagte, die Aktionäre erwarteten zu Recht, dass das Softwarehaus frühzeitig daran arbeite, die Auswirkungen der Wirtschaftskrise so gering wie möglich zu halten. Nach wie vor peile der Konzern in diesem Jahr ein Umsatzwachstum von vier bis acht Prozent an sowie eine Ebit-Marge von 24,5 bis 25,5 Prozent. "Wir sind uns bewusst, dass das ambitionierte Ziele sind", sagte Streibich. Sie sollten aber "mit großen Anstrengungen" zu erreichen sein. Der Konzernchef bekräftigte, dass die Software AG weiter nach Zukaufmöglichkeiten Ausschau halte. Allerdings seien Firmenübernahmen in der Krise schwieriger.

Die Software AG hatte unlängst für das erste Quartal einen Umsatz von 165 Millionen Euro und ein operatives Ergebnis (Ebit) von 38 Millionen Euro ausgewiesen und war damit unter den Markterwartungen geblieben. Auf die kritischen Töne Streibichs auf der Hauptversammlung reagierte die Aktie der Software AG am Donnerstag mit einem Abschlag von 1,5 Prozent, während der TecDax insgesamt 3,6 Prozent fester aus dem Handel ging.

An der Spitze des Aufsichtsrates steht künftig Andreas Bereczky, der dem Gremium bereits seit 2004 angehört. Der Produktionsdirektor des ZDF sei zum Nachfolger von Frank Beelitz gewählt worden, der nach zehn Jahren aus dem Aufsichtsrat ausscheide, teilte der Konzern auf der Aktionärsversammlung mit. Für Beelitz wurde Heinz Otto Geidt, Leiter der Vermögensverwaltung der Software AG Stiftung, neu in den Aufsichtsrat gewählt.

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