Ford kooperiert mit Wechat
Chatten am Steuer

Wer Auto fährt, kann nicht chatten. Bisher. In China wollen Ford und der chinesische Internet-Riese Tencent kooperieren, damit man den Dienst Wechat auch während der Fahrt nutzen kann. Das Potenzial scheint riesig.
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DüsseldorfDer Blick auf das Smartphone gehört zum üblichen Bild in der U-Bahn. Am Steuer kann er tödlich sein. Wer sicher fahren will, hält die Hände am Steuer. Für Kurznachrichten-Dienste wie Whatsapp ist das ärgerlich, immerhin können Autofahrer ihre Dienste während der Fahrt nicht nutzen. In China hat sich nun eine Allianz gebildet, die das Chatten während der Fahrt ermöglichen will.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet, ist Ford im Gespräch mit dem chinesischen Internet-Riesen Tencent, dem mit Wechat der wichtigste chinesische Messaging-Dienst gehört. Es geht um eine Partnerschaft, die das Fahren zukünftig ein Stück sicherer machen soll.

Denn viele Chinesen bringen sich selbst in Gefahr, weil sie auch hinter dem Steuer weiterchatten. Dafür nutzen sie das Versenden von Sprachnachrichten, was bei Whatsapp und auch bei Wechat möglich ist. Eben diese Sprachbefehle will Ford nun direkt in das Multimedia-System des Autos integrieren. Über Sprachbefehle sollen sich Kurznachrichten-Apps in Zukunft einfacher auch während der Fahrt bedienen lassen.

Bisher halten sich beide Partner zu den Plänen bedeckt. Doch die Zielgruppe ist da. „Es wäre sehr nützlich, eine Software im Auto zu haben, die sich mit Wechat synchronisieren könnte“, sagte Mao Yanan, eine chinesische Pendlerin, der Nachrichtenagentur Reuters.

Dass die Initiative ausgerechnet in China startet, hat seine Gründe. In keinem Land gibt es mehr Smartphone-Nutzer. Alleine Wechat kommt auf mehr als 800 Millionen monatlich aktive Nutzer und ist damit die populärste Messaging-App in China. In Südostasien können die Chat-Apps längst mehr als in Europa – man kann sogar Essen oder Kleidung bestellen.

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