Forschungsausgaben
SAP-Finanzchef fordert Steuererleichterungen

Firmen, die forschen, bekommen bislang in Deutschland keine steuerlichen Anreize. Das sei gefährlich, warnt SAP-Finanzchef Mucic. Doch das Bundesfinanzministerium reagiert auf Forderungen eher zurückhaltend.

WalldorfSAP-Finanzchef Luka Mucic sieht große Nachteile bei der Förderung von Forschung und Entwicklung für deutsche Firmen. „Wir müssen verhindern, dass Deutschland irgendwann nur noch verlängerte Werkbank von Ländern ist, die Innovation fördern“, sagte Mucic der Deutschen Presse-Agentur im Vorfeld des IT-Gipfels der Bundesregierung (18. bis 19. November). Angesichts der wachsenden Digitalisierung, die die Wirtschaft durchdringe, sehe er ein Risiko, dass Deutschland seine Position als Technologieführer verlieren könne. Neben SAP gibt es in Deutschland kaum große IT-Firmen.

Hierzulande gibt es bislang keine Steuererleichterung für Firmen, die forschen. Stattdessen werden konkrete Projekte gefördert. „Deutschland hinkt hinterher, wenn es um innovationsfreundliche Rahmenbedingungen geht“, sagte Mucic. „An Tausenden kleiner und innovativer Unternehmen geht diese Art der Förderung vorbei: Sie sind zu klein, um sichtbar zu sein und haben nicht die personellen Ressourcen, sich zu bewerben.“ Zudem seien diese Programme an politischen Prioritäten ausgerichtet. „Innovation findet aber häufig dort statt, wo der Staat noch gar nicht hinschaut.“ SAP gab zuletzt gut 13 Prozent seiner Umsätze für Forschung und Entwicklung aus - der Großteil falle in Deutschland an.

In anderen Ländern werden solche Steueranreize gewährt, zum Beispiel indem Aufwendungen für Forschung und Entwicklung steuerlich zu begünstigt werden. Eine andere Methode ist, Erträge aus Innovationen wie Urheberrechten und Patenten steuerlich zu begünstigen - sogenannte Innovations- oder Patentboxen.

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SAP-Finanzchef fordert Steuererleichterungen

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Aus dem Bundesfinanzministerium kommen eher zurückhaltende Signale

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