Forschungsministerium hat Chip-Entwicklung gefördert
Philips investiert in Böblingen

Philips wird das Herzstück seines „Fernsehers der Zukunft“ in Böblingen. Der Elektronikkonzern weihte in der schwäbischen Stadt am Freitag eine neue Fertigungslinie für Flüssigkristall-Chips ein.

HB BÖBLINGEN. Die so genannten LCOS-Chips sind für das Unternehmen die Schlüsselkomponente einer neuen Bildschirmtechnologie. Philips investierte im schwäbischen Böblingen 20 Millionen Euro in die neue Produktlinie. „Dies ist ein weiteres Beispiel für die konsequente Umsetzung von Forschungsergebnissen in zukunftsfähige Produkte“, sagte Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) auf dem Firmengelände von Philips.

Die neue Produktion hat nach den Worten der Ministerin nicht nur 40 neue hoch qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen, sondern zeige auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung habe die Entwicklung des LCOS-Chips mit 4,7 Millionen Euro gefördert. Philips will in den nächsten Jahren die Produktionskapazitäten in Böblingen weiter ausbauen. Über Stückzahlen machte der Konzern am Freitag keine Angaben.

LCOS-Chips bieten eine extrem hohe, flimmerfreie Bildauflösung. Fernseh-Projektionsgeräte mit überdimensionaler Bildfläche können auf Grund des neuen Chips flacher, leichter und kostengünstiger werden. Als Preis nannte Philips 5000 Euro für ein Gerät. Erste LCOS-Geräte mit einer Bildschirmdiagonalen von 140 Zentimeter bei nur 46 Zentimeter Bautiefe hatte Philips Anfang September auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin präsentiert.

„Wir freuen uns sehr, dass die konzerninterne Standortentscheidung für Böblingen gefallen ist“, sagte Philips-Deutschland-Chef Walter Conrads. Sie zeige, dass Deutschland im Bereich Hochtechnologie wettbewerbsfähig ist. Philips erwartet eine rasch steigende Nachfrage nach den neuen Projektions-Displays, die sich durch eine effiziente Lichtausbeute und hohen Kontrast auszeichnen. Die Bildauflösung von 1280 mal 768 Bildpunkten entspreche zirka einer Million Pixel und ermögliche den Einbau in Endgeräte für hochauflösendes Fernsehen. Texte könnten viel deutlicher gelesen werden. Dies sei eine wichtige Voraussetzung für neue Dienste wie beispielsweise Internet-TV.

Philips hat sich zum Ziel gesetzt, mit der neuen Technologie seine Position im schnell wachsenden Markt für Fernseher oberhalb 82 Zentimeter Bildschirmdiagonale auszubauen. Der weltweite Absatz dieser Großbildfernseher sei im Jahr 2000 bei acht Millionen Geräten gelegen. Für das Jahr 2005 werde bereits eine Nachfrage von 20 Millionen Geräten erwartet.

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