Foxconn Auftragsfertiger steckt Milliarden in neues US-Werk

Der Auftragsfertiger Foxconn baut ein neues Werk für TV-Geräte in den USA. Das Unternehmen aus Taiwan will dazu im Bundesstaat Wisconsin zehn Milliarden Dollar investieren. Präsident Trump jubelt bereits.
Update: 27.07.2017 - 11:50 Uhr Kommentieren
Das neue Werk in den USA soll 13.000 Arbeitsplätzen schaffen. Quelle: dpa
Foxconn

Das neue Werk in den USA soll 13.000 Arbeitsplätzen schaffen.

(Foto: dpa)

WashingtonDer Auftragsfertiger Foxconn baut für zehn Milliarden Dollar (8,52 Mrd Euro) ein Werk in den USA. Die Fabrik wird Display-Panels für Fernseher und andere Geräte herstellen. Foxconn gehört der Flachbild-TV-Pionier Sharp. Der Foxconn-Deal sei ein Beweis dafür, wie zugkräftig das Label „Made in the USA“ sei, sagte US-Präsident Donald Trump am Mittwochabend (Ortszeit) im Weißen Haus.

Trump sagte, das Werk im US-Bundesstaat Wisconsin werde schon zu Beginn 3000 „amerikanischen Arbeitern“ einen neuen Job bieten. Viele weitere würden folgen, sagte er. Das Potenzial liege bei 13 000 Arbeitsplätzen.

Foxconn ist vor allem bekannt als führender Hersteller diverser Apple-Geräte, auch wenn die Firma aus Taiwan auch für viele andere Elektronik-Konzerne produziert. Trump hatte in einem diese Woche veröffentlichten Interview zudem verkündet, Apple-Chef Tim Cook habe ihm drei große Fabriken in den USA zugesagt. Apple kommentiert dies nicht. Ein Mitarbeiter des Weißen Hauses erklärte dem „Wall Street Journal“, dabei sei es um etwas anderes als die Foxconn-Fabrik gegangen.

Drück-mich-Smartphone mit Harry-Potter-Effekt
Äußerlich gleich
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Optisch unterscheidet sich das iPhone 6s nicht vom Vorgängermodell, gleiches gilt für das große iPhone 6s Plus. Trotzdem hat sich einiges verändert – nicht nur in Sachen Prozessorleistung. Vor allem der Bildschirm bietet neue Möglichkeiten.

Etwas dickeres Gehäuse
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Das neue iPhone (links) ist etwas höher als das Vorjahresmodell (rechts). Das hat zum einen mit dem stabileren Material zu tun, das Verbiegungen verhindern soll, zum anderen mit der neuen Bildchirmtechnologie 3D Touch.

Zusatzfunktionen
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Der Bildschirm kann unterscheiden, wie stark ein Nutzer drückt. Das erlaubt neue Bedienmöglichkeiten: Bestimmte Apps öffnen ein Kontextmenü, wenn man fest auf das Logo drückt – etwa um im Kalender gleich einen Termin einzutragen...

Kamera im Selfie-Modus starten
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... oder die Kamera gleich im Selfie-Modus zu starten. Bislang bieten nur einige Apps solche Zusatzfunktionen an, sicher werden aber bald mehr Entwickler diese Möglichkeiten nutzen.

Vorschau mit einem Klick
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Mit einem festen Druck lässt sich in einigen Apps eine Vorschau öffnen – so sieht man gleich, was in einer E-Mail steht, und kann sie mit einer weiteren Geste in den virtuellen Papierkorb befördern.

Bessere Absicherung
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Wer das neue iPhone per Tastensperre schützt, muss einen sechsstelligen Code eingeben – oder über den Fingerabdrucksensor Touch ID entsperren. Der arbeitet deutlich schneller und zuverlässiger als in früheren Modellen.

Stromsparmodus
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Eine Neuerung des Betriebssystems iOS 9, das auch auf älteren Geräten läuft: Mit dem Stromsparmodus lässt sich die Batterielaufzeit deutlich erhöhen – zu erkennen am gelben Akkusymbol. Das ist gerade beim neuen iPhone sinnvoll...

Im Beisein von Foxconn-CEO Terry Gou sagte Trump am Mittwoch: „Wäre ich nicht gewählt worden, würde er unter Garantie keine zehn Milliarden Dollar investieren.“ Über eine Milliarden-Investition von Foxconn in den USA wird schon seit einiger Zeit spekuliert. Gou will auf diese Weise die Kosten für den Transport der großen Fernsehgeräte aus Asien weglassen. Das geplante Werk soll 2020 fertig sein.

Das Thema neuer Arbeitsplätze in den USA war 2016 ein Schwerpunkt des Wahlkampfs von Trump. Die Foxconn-Fabrik liegt im Heimatstaat Paul Ryans, des einflussreichen republikanischen Vorsitzenden des Abgeordnetenhauses. In Wisconsin gibt es Steuervergünstigungen, wenn Arbeitsplätze geschaffen werden. Im Fall von Foxconn sollen sie sich auf drei Milliarden Dollar über einen Zeitraum von 15 Jahren belaufen, erklärte Gouverneur Scott Walker.

Die mit Abstand meisten Elektronik-Geräte werden von Unternehmen wie Foxconn in China herstellt. Das liegt daran, dass große Teile der Zuliefererketten in Asien angesiedelt sind - und es dort auch große Ressourcen gut ausgebildeter und verhältnismäßig günstiger Arbeitskräfte gibt.

  • dpa
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