Französische Unternehmensgruppe
Bouygues hält nach Partnern für Telekom-Sparte Ausschau

Der französische Konzern Bouygues will die Zukunft seiner Telekom-Sparte sichern. Nach dem verlorenen Bieterkampf um die Mobilfunk-Tochter von Vivendi plant der Konzern nun Einsparungen und hält Ausschau nach Partnern.
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ParisDer französische Konzern Bouygues will die Zukunft seiner Telekom-Sparte nach dem verlorenen Bieterwettkampf um die Mobilfunk-Tochter von Vivendi mit Einsparungen sichern. Das Unternehmen halte zwar in der Branche Ausschau nach möglichen Partnern, Priorität habe jedoch die Erhaltung als ein unabhängiges Geschäft, erklärte der Konzern am Donnerstag. Bis 2016 will Bouygues die Kosten um weitere 300 Millionen Euro pro Jahr drücken. Die Geschäftsführung wollte jedoch nicht sagen, wie viele Arbeitsplätze dem Rotstift zum Opfer fallen sollen. Gewerkschaften fürchten, dass 2.000 Mitarbeiter und damit gut ein Fünftel der Belegschaft gehen müssen.

Die Vivendi-Tochter SFR ging nach einem milliardenschweren Bietergefecht an das Kabelunternehmen Numericable. Die Übernahme hätte nach Einschätzung von Experten die Position von Bouygues im Wettbewerb gestärkt. In der französischen Mobilfunk-Branche tobt ein Preiskampf. Frankreichs Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg hatte Bouygues dazu aufgefordert, sich nach anderen Fusionspartnern umzuschauen.

Der Gesamtkonzern bestätigte seine Geschäftsziele für das Gesamtjahr. Dabei konnten höhere Umsätze im Baugeschäft die Probleme der Telekom-Sparte teilweise wettmachen. Im ersten Vierteljahr verbuchte Bouygues einen Umsatzanstieg von drei Prozent auf 6,84 Milliarden Euro. Netto verbuchte der Konzern zwar dank außergewöhnlicher Faktoren einen Gewinn, aber im operativen Geschäft weitete sich der Verlust um ein Viertel auf 96 Millionen Euro aus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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