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„Der schwitzt zwei Smokings durch“

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„Wir haben Udo nicht als Werbefigur verramscht“

Udo Jürgens im Februar 2012 beim Auftakt seiner Tournee „Der ganz normale Wahnsinn“ in Köln. Quelle: dpa
Udo Jürgens im Februar 2012 beim Auftakt seiner Tournee „Der ganz normale Wahnsinn“ in Köln. Quelle: dpa

Auf der jüngsten Platte geht es um Google und ums Internet, aber die Musik könnte er auch vor 20 Jahren komponiert haben. Was ist sein Geheimnis?

Den Erfolg macht aus, dass er Musik studiert hat, selber spielt, komponiert und interpretiert. Sammy Davis, Shirley Bassey, Matt Monro haben Songs von ihm gesungen.

Udo Jürgens war selbst immer oberhalb des Schlagerzirkus. Was ist Ihr Anteil daran, dass er nie abgesunken ist?

Der Fall Obi ist ein gutes Beispiel. Wir haben Udo hier nicht als Werbefigur verramscht. Die Kampagne hat in die Marke Jürgens eingezahlt, indem sie seine Musik auf hohem Niveau verbreitet hat.

Was machen Sie, um die Marke premium zu halten?

Schauen Sie: Ich bin wie in einer Ehe die Frau im Hintergrund, die ihm den Rücken freihält. Mein Part liegt in der Strategieentwicklung und im Marketing. Ich entscheide, welche TV-Auftritte sinnvoll sind, kümmere mich darum, dass die Platten in die Hitparaden kommen und die Tourneen auch finanziell erfolgreich sind.

Sagen die Charts heute überhaupt noch viel aus?

Nein. Früher waren die Plattenverkäufe entscheidend, Auftritte eher ein Zuschussgeschäft. Das hat sich durch das Internet komplett umgedreht. Heute verdienen wir das Geld auf Tour.

Nehmen Sie auch Einfluss auf seine Musik? Wenn sich die Platten nicht mehr verkaufen, nützt auch das beste Management nicht mehr viel ...

Nein, wir haben eine klare Arbeitsteilung. Er hat das Sagen auf der Bühne, ich dahinter. Aber er fragt ab und an mal, ob mir eine Melodie gefällt, das schon. Und ich rede mit, welchen Titel eine neue Platte bekommen soll. Mehr aber auch nicht.

Was ist die wirtschaftliche Grundlage für den Erfolg?

Als ich Manager von Udo wurde, habe ich aus dem Bauch heraus gesagt: Udo, du machst keine Cover mehr, weil du so ein geniales Potenzial an Ideen hast. Dann habe ich die Vertragsrechte mit der Plattenfirma Ariola so neu ausgehandelt, dass uns alle Rechte gehören. Das war wahrscheinlich eine der essenziellsten Entscheidungen. Ich habe damals den höchstdotierten Schallplattenvertrag bis dahin verhandelt – zwölf Millionen D-Mark Garantie für sieben Jahre.

Welchen Wert haben die Rechte heute?

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Das habe ich nicht geprüft, wir wollen sie nicht verkaufen.

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