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20.12.2007 
Chef sieht derzeit keine Chancen für neue Gespräche

Freenet bremst Übernahme-Hoffnungen

von Jens Koenen

Das Internet- und Mobilfunk-Unternehmen Freenet hat die Pläne einer Aufspaltung und eines Verkaufs dauerhaft begraben und sieht derzeit keine Chancen für neue Übernahmegespräche. Das sagte Freenet-Chef Eckhard Spoerr dem Handelsblatt.

"Ich sehe keinen Grund, warum wir noch einmal reden sollten", sagt Eckhard Spoerr, Vorstandschef von Freenet. Foto: dpaLupe

"Ich sehe keinen Grund, warum wir noch einmal reden sollten", sagt Eckhard Spoerr, Vorstandschef von Freenet. Foto: dpa

DÜSSELDORF. „Das Thema ist endgültig durch. Auch wenn United Internet oder Drillisch noch einmal anklopfen werden, sehe ich keinen Grund, warum wir noch einmal reden sollten“, sagte Freenet-Chef Eckhard Spoerr.

Damit bremst Spoerr die Hoffnung von Analysten, das Freenet-Management stehe einer Übernahme trotz der am Vortag abgebrochenen Gespräche mit Drillisch weiter offen gegenüber. Diese Hoffnung war durch die Ankündigung des Freenet-Managements genährt worden, eine Holding-Struktur für das Unternehmen zu prüfen. Durch eine solche Organisation würden der Mobilfunk und die Internet-Aktivitäten in separate Einheiten überführt, was einen Verkauf vereinfacht. Doch Spoerr dementierte entsprechende Absichten. „Die Holdingstruktur hat nichts mit Verkaufsplänen zu tun. Das Thema ist erledigt“, sagte er der Zeitung.

Freenet hatte seit Sommer die Option einer Aufspaltung und eines Verkaufs geprüft. Als Interessenten hatten sich vor allem United Internet und Drillisch in Position gebracht. Sie haben über die gemeinsame Tochter MSP gut 20 Prozent der Freenet-Anteile erworben. Allerdings wurden mittlerweile sowohl die direkten Gespräche mit United Internet als auch mit Drillisch beendet. Das Freenet-Management will das Unternehmen nun wie ursprünglich geplant eigenständig weiterführen.

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