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06.07.2008 
Mobilfunk

Freenet schließt Übernahme von Debitel ab

Freenet zieht mit dem Kauf von Debitel auf dem Mobilfunkmarkt auf Platz drei hinter T-Mobile und Vodafone und wird nach eigenen Angaben der größte netzunabhängige Telekommunikationsanbieter in Deutschland.

Eckhard Spoerr, Vorstandsvorsitzender der Freenet AG, links, und Oliver Steil, Vorstandsvorsitzender der debitel AG. Foto: Reuters.Lupe

Eckhard Spoerr, Vorstandsvorsitzender der Freenet AG, links, und Oliver Steil, Vorstandsvorsitzender der debitel AG. Foto: Reuters.

HB FRANKFURT. Der von Kaufinteressenten bedrängte Telekommunikationsanbieter Freenet hat die Übernahme des Konkurrenten Debitel abgeschlossen, mit der er seine Unabhängigkeit sichern will. Der Kauf sei vollzogen, teilte Freenet am Samstagabend mit.

Die Beteiligungsfirma Permira halte nun 24,99 Prozent der Aktien an dem verschmolzenen Unternehmen. Damit wären die Pläne der Konkurrenten United Internet und Drillisch durchkreuzt, Freenet selbst zu kaufen und unter sich aufzuteilen.

Freenet will zusammen mit der größeren Debitel zum drittgrößten Mobilfunkanbieter in Deutschland hinter der Telekom-Tochter T-Mobile und Vodafone aufsteigen.

Von der Fusion versprechen sich die Partner mehr Einkaufsmacht gegenüber Netzbetreibern und Geräteherstellern. Debitel kauft wie Freenet Telefonminuten bei den Netzbetreibern ein und bietet seinen Kunden dann eigene Handy-Tarife an. In diesem Geschäft sind die Margen in den vergangenen Jahren unter Druck geraten.

Freenet bezahlt den Debitel-Verkäufer Permira nach früheren Angaben mit neuen Aktien aus einer Kapitalerhöhung - durch die der Stimmrechtsanteil der übernahmewilligen United Internet und Drillisch von vorher 26,3 Prozent verwässert würde. Permira wiederum steht Finanzkreisen zufolge auf der Seite des Freenet-Managements. Der Finanzinvestor selbst wollte sich dazu nicht äußern.

United Internet (UI) und Drillisch wollen Vorstand und Aufsichtsrat von Freenet stürzen und suchen dafür die Unterstützung anderer Investoren. Freenet-Aktionär Teles hat jedoch bereits angekündigt, gegen Drillisch und UI zu stimmen.

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