Ob er damit vor Gericht am Ende Recht bekommen wird, ist offen. Einige Aktienrechtler bezweifeln das: "Da Mobilcom und Freenet
zu Jahresbeginn fusioniert haben, dürften mögliche stimmrechtslose Aktien durch stimmberechtigte ersetzt worden sein“, sagte der Anwalt einer internationalen Anwaltssozietät. Auch Freenet
selbst zweifelt die Darstellung des Anwalts an. "Es handelt sich hierbei um einen einzelnen Anfechtungskläger, der seit Jahren die Beschlüsse jeder Hauptversammlung anficht. Der Sachverhalt wurde von der Gesellschaft umfassend analysiert und ist auch Gegenstand von Rechtsgutachten, die zu einem eindeutigen Ergebnis gelangen“, erklärte eine Freenet
-Sprecherin:
"Aus Sicht der Gesellschaft besteht kein Zweifel, dass die Aktien stimmberechtigt sind.“ Dagegen bezeichnete das Landgericht Kiel die Darstellung von Koesters als "schlüssig“.
Dem UI-Management dürfte die Unsicherheit über die Vatas -Stimmrechte
und die wieder thematisierte Vergangenheit von Freenet
dennoch nicht ungelegen kommen. Zum einen könnte das den Kurs der Freenet
-Aktien
drücken, was einen Einstieg günstiger machen würde. Zum anderen könnten potentielle dritte Interessenten abgeschreckt werden.
UI hat vor, Freenet
zusammen mit Drillisch
über die gemeinsame Tochter MSP zu kaufen. Allerdings spielt UI-Chef Ralph Dommermuth dabei auf Zeit und hat direkte Gespräche vorerst abgebrochen. Nach Angaben aus Finanzkreisen soll Vatas 21 Euro je Aktie verlangt haben. Das ist viel mehr als die gut 15 Euro, die das Freenet
-Papier
derzeit an der Börse kostet. Das UI-Management sei aber nur bereit, deutlich weniger bezahlen.
Drillisch
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