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03.12.2007 

Ob er damit vor Gericht am Ende Recht bekommen wird, ist offen. Einige Aktienrechtler bezweifeln das: "Da Mobilcom und Freenet zu Jahresbeginn fusioniert haben, dürften mögliche stimmrechtslose Aktien durch stimmberechtigte ersetzt worden sein“, sagte der Anwalt einer internationalen Anwaltssozietät. Auch Freenet selbst zweifelt die Darstellung des Anwalts an. "Es handelt sich hierbei um einen einzelnen Anfechtungskläger, der seit Jahren die Beschlüsse jeder Hauptversammlung anficht. Der Sachverhalt wurde von der Gesellschaft umfassend analysiert und ist auch Gegenstand von Rechtsgutachten, die zu einem eindeutigen Ergebnis gelangen“, erklärte eine Freenet -Sprecherin: "Aus Sicht der Gesellschaft besteht kein Zweifel, dass die Aktien stimmberechtigt sind.“ Dagegen bezeichnete das Landgericht Kiel die Darstellung von Koesters als "schlüssig“.

Dem UI-Management dürfte die Unsicherheit über die Vatas -Stimmrechte und die wieder thematisierte Vergangenheit von Freenet dennoch nicht ungelegen kommen. Zum einen könnte das den Kurs der Freenet -Aktien drücken, was einen Einstieg günstiger machen würde. Zum anderen könnten potentielle dritte Interessenten abgeschreckt werden.

UI hat vor, Freenet zusammen mit Drillisch über die gemeinsame Tochter MSP zu kaufen. Allerdings spielt UI-Chef Ralph Dommermuth dabei auf Zeit und hat direkte Gespräche vorerst abgebrochen. Nach Angaben aus Finanzkreisen soll Vatas 21 Euro je Aktie verlangt haben. Das ist viel mehr als die gut 15 Euro, die das Freenet -Papier derzeit an der Börse kostet. Das UI-Management sei aber nur bereit, deutlich weniger bezahlen.

Drillisch ist an einer raschen Einigung mit Freenet interessiert, da Freenet noch umfassende Verlustvorträge in der Bilanz hat, die nur bis Jahresende genutzt werden können. Deshalb plant Drillisch zur Sicherheit auch ohne UI. Dass das Drillisch -Management die Entscheidung gegen die Vatas -Option dennoch mitgetragen hat, passt durchaus in dieses Bild. "Damit sind UI und Drillisch beziehungsweise ihre Tochter MSP vorerst nicht in den Besitz einer abschreckenden Sperrminorität gekommen, es ist also für einen dritten Bieter jetzt einfacher geworden, in das Rennen um Freenet einzusteigen“, sagte der Manager eines britischen Fonds.

Drillisch hatte stets betont, die Übernahme von Freenet notfalls auch ohne UI durchziehen zu wollen. Eine entsprechende Vereinbarung mit Freenet gibt es bereits.

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