
TOKIO. Bisher können die Kunden nur zwischen denjenigen Modellen wählen, die ihnen ein Netzbetreiber anbietet. In Japan sind die Hersteller von Mobiltelefonen vertraglich an die Netzbetreiber gebunden. Kunden, die zum Beispiel ein iPhone wünschen, müssen bei dem Betreiber Softbank unterschreiben.
Ab April 2011 will NTT Docomo das nun ändern, wie Konzern-Boss Ryuji Yamada am Dienstag bekannt gab. Ab dann sollen die Mobiltelefone, die über NTT angeboten werden, ohne SIM-Lock ausgerüstet sein, so dass der Benutzer beim Betreiber-Wechsel einfach seine neue SIM-Karte in sein Mobiltelefon stecken kann.
NTT zielt damit unter anderem auch auf die Softbank-Kunden, die angesichts der Konditionen von NTT wechselwillig sein könnten, bisher aber wegen der attraktiveren Handy-Modelle, etwa Apples iPhone, bei ihrem bisherigen Anbieter geblieben sind.
Die japanische Regierung versucht schon seit längerem, die Netzbetreiber zu mehr Wettbewerb und größerer Kundenwahlfreiheit zu bewegen. Bisher hatte sich jedoch keiner der Anbieter wie NTT, Softbank oder AU zu diesem Schritt entschließen können. Durch den Plan von NTT dürfte nun viel Bewegung in den Markt kommen.