Vorsichtige Prognosen von großen Hightech-Firmen und allgemeine Rezessionsängste schickten US-Technologiewerte jüngst auf breiter Front in den Keller. Die Hoffnungen der Anleger fokussierten sich auf Hewlett-Packard. Der Technologieriese erfreute nun nicht nur mit über Erwarten guten Ergebnissen, sondern ließ auch optimistische Töne für die Zukunft hören.
DÜSSELDORF. "Wir heben unsere Prognosen erneut an", hieß es von Konzernchef Mark Hurd in einer Mitteilung. Er begründete seine Zuversicht mit weiteren Kostensenkungen und Marktanteilsgewinnen in Schlüsselmärkten. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen nunmehr mit 113,5 bis 114 Mrd. Dollar Umsatz, gegenüber bisher knapp 112 Mrd. Der HP
-Kurs,
der im regulären Handel bereits leichte Gewinne verbuchte, stieg im nachbörslichen Handel kräftig an.
Seit dem Amtantritt von Hurd vor rund drei Jahren übertreffen die Zahlen des US-Technologieriese Hewlett
-Packard
Co. regelmäßig die Erwartungen der Börsianer. In dem im Januar beendeten ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2008 steigerte der Konzern seine Erlöse gegenüber dem Vorjahr um 13 Prozent auf 28,5 Mrd. Dollar. Der Reingewinn stieg gleichzeitig um 42 Prozent auf 2,6 Mrd. Dollar oder 80 Cents pro Aktie. Ohne Einmalposten betrug der Gewinn pro Anteil 86 Cents. Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatzzuwachs um zehn Prozent auf 27,6 Mrd. Dollar und mit einem Gewinn ohne Einmalposten von 81 Cents pro Aktie gerechnet.
Viele Anleger sahen HP
als letztes Bollwerk vor einem weiteren Kursverfall auf dem Hightech-Sektor. Die Aussage des normalerweise eher vorsichtigen Hurd, dass das Unternehmen "für weiteres profitables Wachstum gut positioniert" sei, sorgte entsprechend für einige Erleichterung.
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