„Frühjahrsputz“
Google verschlankt sich weiter

Im Mobile Computing und bei Sozialen Netzwerken steigt der Konkurrenzdruck. Das bekommt auch Suchmaschinen-Gigant Google zu spüren. Der Konzern will sich stärker auf sein Kerngeschäft konzentrieren und gibt Projekte auf
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San FranciscoGoogle -Chef Larry Page verschlankt den Internetkonzern weiter. Der Suchmaschinen-Gigant gibt insgesamt sieben Projekte auf, die nicht unmittelbar mit dem Kerngeschäft zu tun haben, wie der US-Konzern in der Nacht zum Mittwoch mitteilte.

Google nennt die Verkleinerung „Frühjahrsputz“, die schon im April mit dem Wechsel von Page an die Firmenspitze begonnen hat. Es ist seitdem bereits die dritte „Putzaktion“, in der Google Projekte einstampft. Das Unternehmen sieht sich mit zunehmender Konkurrenz im Mobile Computing sowie bei Sozialen Netzwerken durch Apple und Facebook konfrontiert. Viele Investoren haben angesichts der steigenden Ausgaben von Google bereits die Nase gerümpft.

Nicht mehr weiterverfolgen will Google den Angaben nach das prestigeträchtige Projekt Erneuerbare Energien. 2009 hatte der damalige Google-Manager Bill Weihl angekündigt, binnen einiger Jahre Technologien anzubieten, mit denen die Produktion Erneuerbarer Energie billiger bewerkstelligt werden könne. Nun wurde bekannt, dass Weihl das Unternehmen bereits diesen Monat verlassen hat.

„Um es zusammenzufassen, wir sind dabei, zahlreiche Projekte dicht zu machen, die nicht den Effekt hatten, den wir erhofft hatten“, schrieb das Unternehmen in seinem offiziellen Blog. Institutionen seien besser gewappnet, um solche Energie-Projekte zu verfolgen. Unter anderem legte Google den Angaben nach auch Google Knol still, eine Art Online-Lexikon nach dem Vorbild Wikipedias.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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