FTC-Kartellverfahren: „Google schadet den Verbrauchern“

FTC-Kartellverfahren
„Google schadet den Verbrauchern“

Die amerikanischen Wettbewerbshüter sehen Google viel kritischer als bisher gedacht. Einige Beamte der FTC wollten den Internet-Konzern vor einigen Jahren verklagen. Die Enthüllung könnte noch böse Folgen haben.
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DüsseldorfDie Konkurrenz, so lässt Google stets wissen, ist nur einen Klick entfernt. Mit dieser Argumentation will der Konzern Bedenken gegen seine Marktmacht bei der Internet-Suche zerstreuen. Die US-Wettbewerbsbehörde FTC folgte dieser Argumentation weitgehend und stellte Anfang 2013 ein Kartellverfahren nach einigen freiwilligen Änderungen des Konzerns ein.

Nun kommt heraus: Einige Beamte forderten mehr Härte. In einem Bericht aus dem Jahr 2012, der jetzt an die Öffentlichkeit gelangte, urteilten sie, dass der Konzern seine mächtige Stellung missbrauche. Mit seinem Verhalten habe er „den Verbrauchern und der Innovation auf dem Such- und Werbemarkt echten Schaden zugefügt und wird dies auch weiter tun.“

Auch wenn die Kommission anders entschied: Für den Internet-Riesen ist das dreifach peinlich. Erstens kann er sich nicht mehr so einfach auf den Freispruch berufen, den ihm die Behörde ausgestellt hat. Zweitens fühlen sich Konkurrenten wie Yelp in den USA womöglich ermutigt, noch einmal zu klagen. Und drittens dürfte die Veröffentlichung das Kartellverfahren in Europa beeinflussen, wo die Europäische Kommission seit 2010 ermittelt.

Besonders ärgerlich für den Konzern: Der Bericht sollte unter Verschluss bleiben, gelangte aber bei der Herausgabe einiger Dokumente versehentlich in die Hände von „Wall Street Journal“-Reportern – und die berichteten natürlich.

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Die vier Vorwürfe der Kartellwächter

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