Fünf Milliarden Pfund
Vodafone will nach Japan-Rückzug Dividende zahlen

Die Hinweise für einen Rückzug von Vodafone aus Japan verdichten sich: Der britische Mobilfunkkonzern Vodafone will einem Zeitungsbericht zufolge nach einem Verkauf seines Geschäfts in Fernost fünf Milliarden Pfund (7,29 Milliarden Euro) in Form einer besonderen Dividende an seine Aktionäre zahlen.

HB LONDON. Das Unternehmen tendiere zu einer Dividendenzahlung eher als zu einem Aktienrückkauf, berichtete der „Sunday Telegraph“ unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise. Vodafone hat in der Vergangenheit Milliarden Pfund als Dividende oder Aktienrückkauf an seine Anteilseigner zurückgegeben. 2005/2006 sind es 9,3 Milliarden Pfund.

Der Konzern hatte am Freitag mitgeteilt, er erwäge einen Verkauf seiner kriselnden Japan-Tochter an den japanischen Internet-Konzern Softbank. Es gebe derzeit Gespräche, den Kontrollanteil zu veräußern. Am Sonntag wiederholte ein Sprecher diese Aussagen. „Die Transaktion ist nicht abgeschlossen, also ist es verfrüht, mit irgendeiner Sicherheit darüber zu sprechen. Sobald und wenn und falls das Geschäft zu Stande kommt, werden wir klarstellen, was wir mit den Erlösen machen.“

Der Buchwert von Vodafone K.K. beläuft sich derzeit auf zwei Billionen Yen (rund 14,3 Milliarden Euro). Das Vodafone-Geschäft in Japan war in den vergangenen Jahren mehrfach in die Krise geraten. So blieben etwa die Verkäufe der mit viel Hoffnung verknüpften, dritten Handy-Generation hinter den Erwartungen zurück. Außerdem kämpfte Vodafone mit abnehmenden Kundenzahlen.

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