Für alle Filialen
Hugendubel-Betriebsräte fordern Tarifbindung

Verdi-Betriebsräte von Hugendubel fordern, dass die Tarifverträge flächendeckend gelten sollen - und nicht jede Buchhandlung selbst entscheiden kann. Viele Mitarbeiter seien „völlig abgeschnitten, hängen in der Luft“.
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DarmstadtBetriebsräte haben von der Buchhandelskette Hugendubel die Einführung einer flächendeckenden Tarifbindung in allen Filialen gefordert. Die Arbeitnehmervertreter von insgesamt 19 Geschäftsstellen sprächen sich für eine solche Tarifbindung aus und würden sich derzeit mit den Beschäftigten über entsprechende Regelungen austauschen, teilte die Gewerkschaft Verdi am Mittwoch in Darmstadt mit. Durch die Einführung einer flächendeckenden Tarifbindung würde laut Verdi - anders als bislang - die tarifvertragliche Absicherung bei Hugendubel „nicht auf bestimmte Buchhandlungen beschränkt“ bleiben, sondern bundesweit für alle Geschäftsstellen gelten.

In früheren Zeiten seien die Tarifverträge des Buch- oder des Einzelhandels bei Hugendubel in vielen Filialen „eine Selbstverständlichkeit“ gewesen, erklärte Verdi. Heute gehe es bei dem Buchhändler in Sachen Tarifbindung eher „wie Kraut und Rüben“ zu. In einer Reihe von Filialen würden je nach Bundesland verschiedene regionale Tarifverträge gelten. Die Mitarbeiter im überwiegenden Teil der Geschäftsstellen aber seien von Tarifverträgen „völlig abgeschnitten, hängen in der Luft“.

Sobald die Bereitschaft bei den Mitarbeitern in den Filialen groß genug sei, sich für eine Tarifbindung einzusetzen, solle „der nächste Schritt“ folgen, erklärte Verdi. Welche Art von Aktionen damit gemeint ist, teilte die Gewerkschaft jedoch nicht mit. Die Initiative für die Tarifbindung bei Hugendubel unterstützen laut Verdi unter anderem Betriebsräte in Berlin, Hamburg, Frankfurt, Konstanz und Bochum.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Wie bei Schlecker, erst mal Tarifbindung ...

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