Für die US-Magazine gibt es zwei Interessenten
Bieterkampf um Titel von Gruner + Jahr

Um die beiden amerikanischen Wirtschaftszeitschriften „Fast Company“ und „Inc“ des Hamburger Zeitschriftenkonzerns Gruner + Jahr (G+J) bahnt sich ein Bieterkampf an.

HB/lip HAMBURG. Wie das Handelsblatt aus Kreisen von G+J erfuhr, haben sowohl der in Chicago ansässige Investor Joe Mansueto als auch die in London ansässige Economist Group ein Angebot für die beiden G+J-Magazine abgegeben. Zuletzt war auch der US-Chef von G+J, Russell Denson, zusammen mit einem US-Investmenthaus als möglicher Käufer für die beiden Magazine im Gespräch.

Allerdings dürfte das Verlagshaus für die Zeitschriften „Inc.“ und „Fast Company“ nur noch einen Bruchteil des Einstandspreises erzielen. In Bieterkreisen heißt es, dass die Interessenten für die beiden Magazine lediglich rund 40 Mill. Dollar (33 Mill. Euro) zahlen wollen. Die Bertelsmann-Tochter hatte die Wirtschaftstitel zum Zeitpunkt des Börsenbooms Ende 2000 für insgesamt rund 550 Mill. Dollar erworben.

G+J hatte erst vor kurzem die US-Zeitschriften „Family Circle“, „Child“, „Parents“ und „Fitness“ an den amerikanischen Verlags- und Fernsehriesen Meredith Corporation verkauft. Das US-Unternehmen hat eine Option, „Inc.“ und „Fast Company“ zu übernehmen, falls Europas größter Zeitschriftenverlag bis Ende Juni keinen Käufer gefunden hat.

Mit dem Verkauf der Zeitschriften zieht sich der international agierende Printkonzern vollständig aus dem US-Geschäft zurück. Einzige Ausnahme sind die Druckerei Brown Printing, an der G+J weiter festhalten will.

Jo Mansueto sowie die Economist Group waren für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Ein Sprecher von G+J wollte die laufenden Gespräche nicht kommentieren.

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