Für Fünf Milliarden: Vodafone kauft indische Tochter

Für Fünf Milliarden
Vodafone kauft indische Tochter

In Indien hat Vodafone seine Markstellung weiter ausgebaut. Mit einem Kauf der eigenen Tochter wird der britische Mobilfunkanbieter noch stärker in Indien investieren.
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London Der britische Mobilfunk-Konzern Vodafone leibt sich seine erfolgreiche indische Tochter komplett ein. Der weltweit umsatzstärkste Mobilfunker zahlt fünf Milliarden Dollar für weitere 33 Prozent an Essar und setzt damit einen Schlussstrich unter ein stets schwieriges Verhältnis. Wie das Unternehmen am Donnerstag bekanntgab, soll die Transaktion im November beendet sein. Dann hält Vodafone 75 Prozent an der Tochter auf dem weltweit zweitgrößten Mobilfunkmarkt mit rund 771 Millionen Kunden. Da ausländische Konzerne in Indien lediglich mit 74 Prozent an Firmen beteiligt sein dürfen, wird Vodafone ein Prozent wieder verkaufen müssen.

Einem Sprecher zufolge erwägt Vodafone für die Zukunft in Indien auch einen Börsengang. Die Briten sind seit 2007 auf dem indischen Markt präsent. Damals zahlte Vodafone 11,1 Milliarden Dollar für die Kontrolle an Essar. Die letzten Jahre gestalteten sich für Vodafone nicht leicht. Das Unternehmen kämpfte in Indien mit hohen Kosten und einem nicht endenden Steuerstreit. Das schreckte viele ausländische Konzerne ab, in Indien zu investieren. Dabei gilt ein Engagement in der drittgrößten asiatischen Volkswirtschaft als zukunftsträchtig. Im vergangenen Jahr gewann der Mobilfunkmarkt monatlich rund 19 Millionen neue Kunden hinzu.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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