Fujitsu-Siemens übernimmt Teile
Siemens verkauft SBS häppchenweise

Der Siemens-Konzern spaltet den verlustreichen IT-Dienstleister SBS auf und stößt Teile ab. Auf Umwegen bleibt der Konzern aber weiterhin an der Sparte beteiligt.

HB MÜNCHEN. Das Geschäft mit Produktnahen Dienstleistungen (PRS) werde an den PC-Hersteller Fujitsu Siemens verkauft, teilte die Siemens AG am Mittwoch in München mit. Wie die „Financial Times Deutschland“ in ihrer Mittwochsausgabe berichtete, zahlt die Augsburger Siemens-Halbtochter 200 bis 300 Mill. Euro.

Das so genannte PRS-Geschäft (product related services) mit Wartungsarbeiten für Großkunden sorgte zuletzt für einen erheblichen Teil der Verluste bei SBS. Diese beliefen sich im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr auf 690 Mill. Euro. Das Geschäftsfeld hat einen Umsatz von 1,3 Mrd. Euro und 5000 Beschäftigte.

Für Fujitsu-Siemens ist das Geschäftsfeld dagegen von strategischer Bedeutung. Laut „Financial Times Deutschland“ gehört ein großer Teil der Wartungskunden von SBS gleichzeitig auch zum Kundenkreis von Fujitsu-Siemens. „Für Fujitsu-Siemens wäre es alles andere als günstig, wenn das Wartungsgeschäft in die Hände eines Konkurrenten fiele“, zitierte das Blatt unternehmensnahe Kreise. Die Einheit werde bei Fujitsu Siemens als Ganzes erhalten und den Kern einer neuen Serviceeinheit bilden, hieß es nun offiziell von Siemens.

Der Deal solle auch verhindern, dass Wettbewerber über die PC-Wartung Einblicke in die Technologien des Augsburger Computerherstellers bekämen. Analysten erwarteten außerdem enorme wirtschaftliche Synergien, wenn Fujitsu-Siemens künftig nicht nur als Hardware-Verkäufer, sondern auch als Anbieter von Wartungsdienstleistungen auftreten könne.

Mit dem Verkauf setzt Siemens-Chef Klaus Kleinfeld seinen radikalen Sanierungskurs in den Problemsparten des Konzerns fort. Zum 1. Oktober war bereits das Handygeschäft an den taiwanesischen Benq-Konzern abgegeben worden.

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