Funktechnikanbieter
Smartrac enttäuscht die Börse

Der niederländische Anbieter von Funktechnik, Smartrac, hat 2008 einen Umsatzanstieg verbucht, peilt für das laufende Jahr aber lediglich organisches Wachstum an. Die Börse reagiert dennoch mit einem Kursplus.

HB AMSTERDAM. „Wir befinden uns in einer tiefen weltweiten Rezession“, sagte Unternehmenschef Christian Fischer am Dienstag in Amsterdam. Trotz Konjunkturkrise rechnet Smartrac mit einem Wachstum seines Marktes von bis zu 25 Prozent. Mit einer Eigenkapitalquote von 55 Prozent und Schulden von 22,4 Mio. Euro sieht Fischer Smartrac aber finanziell gut aufgestellt.

Im frühen Handel sank der Aktienkurs in einem etwas schwächeren Umfeld um 1,87 Prozent auf 7,33 Euro. Alle Kenngrößen blieben hinter den Erwartungen zurück, sagte ein Börsianer. Zudem fehle ein konkreter Ausblick.

2008 erhöhte sich der Umsatz dank Wachstums im Geschäftsfeld kontaktlose Kreditkarten sowie bei Funk-Anwendungen im öffentlichen Nahverkehr und in der Zugangskontrolle von 96,56 auf 112,3 Mio. Euro, wie das im TecDax notierte Unternehmen mitteilte. Dabei trug die im Herbst übernommene Sokymat Automotive GmbH 5,5 Mio. Euro bei. Analysten hatten im Schnitt mit 116 Mio. Euro Umsatz gerechnet.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) schrumpfte indes von 25,5 auf 21,0 Mio. Euro, verglichen mit der Analystenschätzung von 22,5 Mio. Euro. Das lag am gestiegenen Anteil an Mikrochip-Umsätzen, dem Aufbau der Produktionsstätten in Malaysia und den USA sowie an außergewöhnlichen Aufwendungen zum Schutz der Smartrac-Patente. Für das laufende Jahr peilen die Niederländer organisches Wachstum an.

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