Fusion vor Abschluss
Telefónica rechnet weiter mit E-Plus-Übernahme

Die EU-Kommission hat die Übernahme von E-Plus durch Telefónica Deutschland genehmigt. Nun prüfen die Wettbewerbshüter, ob sich die Unternehmen an die Auflagen halten. Die Mobilfunker rechnen nicht mit Verzögerungen.
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München/BrüsselTelefónica Deutschland (O2) rechnet weiter mit einem Abschluss der Übernahme des Rivalen E-Plus im dritten Quartal. Das Genehmigungsverfahren bei der EU sei auf einem guten Weg, sagte eine Sprecherin des Mobilfunkkonzerns am Mittwoch in München. Brüssel hatte den mehr als acht Milliarden schweren Deal Anfang Juli vorläufig erlaubt.

Allerdings hatte die EU die Genehmigung mit Auflagen verbunden, um den Wettbewerb auf dem deutschen Mobilfunkmarkt nicht zu schwächen, da die Zahl der großen Netzbetreiber mit der Übernahme von vier auf drei sinken wird. Ein Sprecher der EU-Kommission in Brüssel sagte, die Behörde prüfe nun, ob die Firmen die Auflagen auch einhielten.

Er betonte aber, dass es sich dabei um ein Standardverfahren handle. Zur möglichen Dauer äußerte er sich nicht. „Die EU-Kommission überprüft den Fall nicht erneut“, unterstrich der Sprecher. Im Gegenzug für die Genehmigung hatte Telefónica unter anderem zugesagt, Netzkapazitäten an den Anbieter Drillisch zu verkaufen.

Zuvor hatte die „Wirtschaftswoche“ berichtet, die EU-Kommission rolle die Prüfung der Fusion neu auf. Dabei solle das Geschäft nochmals unter die Lupe genommen werden. Vor allem solle geprüft werden, ob das mit Drillisch vereinbarte Geschäft ausreicht. Den Bericht wollten weder Telefónica noch E-Plus kommentieren.

Durch die Übernahme entsteht gemessen an der Zahl der Mobilfunkkunden aus dem Stand ein neuer Mobilfunkriese, der noch vor Marktführer T-Mobile (Deutsche Telekom) und Vodafone rangieren wird. Bisher sind E-Plus und O2 die Nummer drei und vier auf dem hartumkämpften Markt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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