Fußball-Übertragungsrechte
DFB-Pokal künftig auch bei Premiere

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will den DFB-Pokal künftig auch vom Bezahlfernsehsender Premiere übertragen lassen. Damit könne Premiere ähnlich wie in der Bundesliga ab der kommenden Saison die Pokalspiele in einer Konferenzschaltung übertragen, sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger.

HB FRANKFURT. Der Vertrag mit ARD und ZDF laufe weiter, die öffentlich-rechtlichen Sender hätten aber auf ihre Exklusivrechte verzichtet, sagte Zwanziger am Montag in Frankfurt. ARD und ZDF zeigen wie bisher Zusammenfassungen und einzelne Live-Spiele. Premiere zahlt für die Rechte für vier Jahre insgesamt 70 Mill. Euro an den DFB, der das Geld an die beteiligten Vereine verteilt.

"Die Beschlüsse mit Premiere und ARD und ZDF sind gefasst", sagte Zwanziger. Alle Beteiligten seien sich einig. "Jetzt liegt die Sache beim Bundeskartellamt." Die Wettbewerbshüter müssen die Verträge noch prüfen.

Bislang liegen die Übertragungsrechte für die Pokalspiele, an denen die 36 deutschen Profiklubs und 28 Amateurmannschaften teilnehmen, allein bei ARD und ZDF. Premiere zeigt die Bundesligaspiele der 18 Erstligisten. ARD liefert in der Sportschau samstags Zusammenfassungen der Spiele der Profiliga.

Für die Vergabe der Bundesliga-Übertragungsrechte hat die Deutsche Fußball-Liga (DFL) erst kürzlich den Startschuss gegeben. Bei der Vermarktung ab der Spielzeit 2009/10 setzt die Liga zusammen mit dem Zwischenhändler Leo Kirch auf ein neues Vermarktungsmodell, das auf massiven Widerstand von Premiere stößt. Auch hier steht die Zustimmung des Bundeskartellamts aber noch aus.

An der Börse verlor die Premiere-Aktie am Montag mehr als ein Prozent.

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