Fußball-Übertragungsrechte kosten
EM-TV schrammt an den roten Zahlen vorbei

Die Medienfirma EM-TV hat es im vergangenen Jahr nur mit Mühe in die Gewinnzone geschafft. Einer der Gründe für das knappe Ergebnis war der Erwerb von Übertragungsrechten für die Fernsehtochter DSF.

HB MÜNCHEN. Unter dem Strich sei ein Gewinn von 0,2 Mill. Euro erzielt worden, teilte die EM-TV AG aus Unterföhring am Dienstag mit. Im Jahr zuvor waren es noch 134,3 Mill. Euro, begünstigt allerdings durch eine Reihe von buchhalterischen Sondereffekten. Auch der Betriebsgewinn vor Abschreibungen (Ebitda) ist 2005 zurückgegangen – von 73,1 auf 21,2 Mill. Euro. Im Vorjahreswert war allerdings ein Sonderertrag von 48,2 Mill. Euro enthalten. Den Rückgang im Vergleich zum bereinigten Betriebsgewinn von 2004 begründete EM-TV mit Kosten für den Erwerb von Übertragungsrechten für den Fußball-Uefa-Cup und Wertberichtigungen. Der Umsatz wuchs leicht um 1,4 Prozent auf 209,5 Mill. Euro.

Firmenchef Werner Klatten zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung des Konzerns. EM-TV habe 2005 trotz unabsehbarer Zusatzaufwendungen schwarze Zahlen erzielt. Erstmals seit 1999 hat EM-TV im vergangenen Jahr vor Sonder- und Einmaleffekten ein positives Ergebnis vor Steuern ausgewiesen. Dies belief sich auf 0,8 Mill. Euro nach minus 0,1 Mill. Euro im Vorjahr. „Für das Jahr 2006 sehen wir EM-TV in einer strategisch viel versprechenden Position“, sagte er. Vor allem im Bereich Sport bestünden gute Chancen von der Digitalisierung der Programme und den neuen Konstellationen bei den Programmveranstaltern zu profitieren.

Für 2006 geht EM-TV von einer positiven Ergebnisentwicklung in den wesentlichen Bereichen des Unternehmens aus. Eine genaue Gewinnprognose legte das Unternehmen nicht vor. Durch Investitionen in neue Geschäftsfelder etwa im Bereich Sportwetten könne es zu Ergebnisbelastungen kommen, die noch nicht bezifferbar seien, hieß es zur Begründung. Der Umsatz solle im laufenden Jahr um etwa 10 Prozent wachsen.

Die EM-TV-Tochter Plazamedia hatte zuletzt den Zuschlag als Produktionsdienstleister für den Sportrechtevermarkter Arena bekommen, der die Rechte für die Live-Übertragung der Fußball-Bundesliga in den kommenden Jahren erworben hatte. Im vergangenen Jahr hatte der Wegfall der Produktion des TV-Basissignals für die Spiele der Fußball-Bundesliga den Umsatz von EM-TV noch belastet. Der Sportbereich, zu dem auch der Sender DSF gehört, erzielt mehr als vier Fünftel des gesamten Umsatzes von EM-TV.

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