„Game over"
Internet-Glücksspiele in USA verboten

Seit diesem Wochenende sind in den Vereinigten Staaten Online-Glücksspiele im Internet verboten. US- Präsident George W. Bush unterzeichnete am Freitag ein entsprechendes Gesetz.

HB WASHINGTON. Seit diesem Wochenende sind in den Vereinigten Staaten Online-Glücksspiele im Internet verboten. US- Präsident George W. Bush unterzeichnete am Freitag ein entsprechendes Gesetz, das Anfang Oktober vom US-Kongress verabschiedet worden war. Das Gesetz verbietet Kreditkartenfirmen, Banken und Bezahldiensten, Geld an die meist außerhalb der USA ansässigen Glücksspiel-Betreiber zu überweisen. Damit können Spieler ihre Einsätze und Wetten nicht mehr online platzieren.

Betroffen sind rund 23 Millionen US-Bürger, die im vergangenen Jahr rund sechs Milliarden Dollar (4,8 Milliarden Euro) verzockt haben. Die „Washington Post“ berichtet unter Berufung auf die jüngste Statistik, dass 68 Prozent der Online-Spieler männlich und nahezu die Hälfte im Alter zwischen 20 und 30 sei.

Gegner des Gesetzes hatten vergeblich auf die enorme Popularität des Online-Glücksspiels hingewiesen. Sie führten außerdem an, dass das Alkohol-Verbot von 1919 zu einem Anstieg der organisierten Kriminalität und zu illegalen Kneipen geführt habe. Die US-Poker Players Alliance will jetzt vom Kongress eine Ausnahmegenehmigung erreichen, weil Poker aus ihrer Sicht kein Glücksspiel sei, sondern einen klugen Kopf verlange.

Online-Glücksspiele und Pornografie gehörten seit Beginn der weltweiten Verbreitung des Internets zu den profitablen Einnahmequellen. Nach Angaben der American Gaming Association erschien die erste Webseite mit Online-Glücksspielen im Jahr 1995.

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