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Gastkommentar: Frauen und Technik - ein Zukunftsmodell

exklusiv Wir brauchen mehr Frauen in der IT-Branche, fordert SAP-Vorstandssprecher Jim Hagemann Sabe im Gastkommentar. Dazu bräuchte es vor allem innovative Ansätze in der Ausbildung.

Jim Hagemann Snabe ist Vorstandssprecher des Softwarekonzerns SAP. Quelle: IMAGO
Jim Hagemann Snabe ist Vorstandssprecher des Softwarekonzerns SAP. Quelle: IMAGO

Das erste Computerprogramm wurde von einer Frau geschrieben: Lady Ada Lovelace. Als begeisterte Mathematikerin entwarf sie bereits Mitte des 19. Jahrhunderts einen schriftlichen Plan, um Bernoulli-Zahlen mit der Maschine zu berechnen. Die Engländerin war somit die weltweit erste Programmiererin. Ein vielversprechender Beginn für die Zukunft der Frauen in der IT-Industrie.

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Etwa 170 Jahre später ist die IT-Branche jedoch auf der Suche nach mehr weiblichen Mitarbeitern. Und sollte in Europa die Beschäftigungsquote von Frauen bis 2040 gleich bleiben, werden der Wirtschaft laut Unternehmensberatung McKinsey rund 24 Millionen Arbeitskräfte fehlen. Das trifft vor allem die IT-Branche. Allein in Deutschland werden bis 2020 über 230 000 IT-Fachkräfte fehlen. Weiblicher Fachkräftemangel führt zwangsläufig zu weiblichem Führungskräftemangel. Nach einer von der Managementberatung Tower Perrins durchgeführten Studie sind nur 16 Prozent der Topmanager in der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) Frauen.

Dabei stellen Frauen inzwischen in Deutschland den größeren Anteil der Abiturienten und Hochschulabsolventen. Leider hat sich in den letzten Jahren nur ein kleiner Anteil der weiblichen Hochschulabsolventen für ein Studium der IKT entschieden. Das wirkt sich zwangsläufig auf die Gleichstellung von Männern und Frauen in der gesamten IT-Branche aus, besonders jedoch auf der Managementebene. Das muss geändert werden, und wir müssen mehr Frauen für eine Karriere in der IT-Industrie begeistern.

Die IKT-Branche hat viel zu bieten. Es ist eine der spannendsten und attraktivsten Zukunftsbranchen. Die Ideen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in IT-Unternehmen steuern Innovationsprozesse weltweit. Technologie ist ein entscheidender Motor für nachhaltige Entwicklung und Wachstum. Die 54 000 Mitarbeiter bei SAP erleben hautnah, wie unsere Technologien soziale, wirtschaftliche und ökologische Bedingungen Stück für Stück verbessern. Sie können Fortschritt und Nachhaltigkeit aktiv mitgestalten.

  • 22.10.2011, 18:09 Uhrmargrit117888

    Und diese Frauen haben es ganz ohne Quote geschafft.

    Aber ich bain ganz optimistisch. In usnrem Land, was immer mehr in den Sozialismus driftet, wird ganz sicher, wie einst in der DDR, auch die Berufswahl eingeschränkt werden. Dann bestimtm der Staat was die jugnen Leute zu studieren ahben.

  • 14.10.2011, 22:06 UhrAnonymer Benutzer: Malocher

    Wer ein MINT-Fach studieren will, muss sich darauf einstellen, dass
    ... ein sehr hartes Studium vor einem liegt,
    ... man später alle paar Jahre rausgeschmissen wird, weil der Arbeitgeber outsourct, umorganisiert, Pleite geht oder weil gerade mal wieder Weltuntergangsstimmung in der Branche herrscht,
    ... man jede Menge unbezahlte Überstunden machen muss,
    ... man mit 40 Jahren sehr schlechte Aussichten auf Wiedereinstellung hat und als MINT-Angestellter in seinem Beruf häufig nicht alt wird,
    ... man kaum mit nennenswerten Gehaltserhöhungen rechnen kann, da die Fachleute in bzw. aus China und Indien viel billiger zu haben sind.

    Ich denke Frauen sind da bei der Studienwahl etwas pragmatischer und studieren Sachen wie Medizin oder Jura, wo man gut verdient und nicht dauernd um seinen Job bangen muss. Ausserdem haben die meisten Frauen von Natur aus eine Abneigung gegen Mathematik (und bei MINT kommt man nicht ohne aus); seltene Ausnahmen wie Emmy Nöther oder die genannte Ada Lovelace bestätigen die Regel.

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