Gastkommentar: Hart am Wind in die Cloud

Gastkommentar
Die Großbaustelle Microsoft

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Hart am Wind in die Cloud

 

Microsoft hat in der Vergangenheit viele Trends verschlafen. Die Möglichkeiten und die Auswirkungen des Internets wurden lange unterschätzt, die zunehmende Virtualisierung – also dem Simulieren von technischen Umgebungen - von Servern und Clients wurden bagatellisiert, und der Wunsch der Anwender nach neuen Techniken und Gadgets nicht gewürdigt.

Beim Cloud Computing soll das nicht passieren, Microsoft will wieder vorne dabei sein und neue Maßstäbe bei den IT-Architekturen für Unternehmen und Privatanwendern setzen.

Cloud Computing („Cloud“) ist eine Bereitstellungsvariante, bei der bisher typischerweise unternehmensintern organisierte IT-Aufgaben wie Rechenleistungen, Betrieb von Anwendungen oder Speicher an einen externen Dienstleister vergeben werden. Es spielt eine Schlüsselrolle in nahezu allen Produktbereichen. Der Vorteil für Anwender liegt darin, dass sie Server und Softwarelösungen nicht selbst anschaffen müssen, sondern über Mietkonzepte die nötigen Kapazitäten für Daten, Rechenleistung und Anwendungen bei professionellen Anbietern schaffen. Aus Investitionen werden somit variable Kosten. Das spart kurz- bis mittelfristig Geld und Aufwand; außerdem bietet es Unternehmen eine gewisse Flexibilität. Die Personalkapazitäten werden durch den zu erwartenden geringeren Verwaltungsaufwand von Hard- und Software-Bereitstellung reduziert, Personal- und kostenintensive Test- und Implementierungsphasen vermieden. Für Hersteller besteht der Charme solcher Lösungen insbesondere in einer erhöhten Kundenbindung, Zusatzverkäufen und regelmäßigen Umsatzströmen. Bereits im Jahr 2008 hat Microsoft das Thema Cloud Computing öffentlich diskutiert. Drei Jahre später hat der Weltmarktführer bei Client-Systemen und Office-Lösungen ein ansehnliches Portfolio an Cloud Services. Allen voran die Plattform Azure (ein Betriebssystem für Cloud Computing), Office 365 (eine Ansammlung von Produkten zur Kommunikation- und Produktivitätssteigerung) und die IT-Managementlösung „Windows Intune“ welche die Verwaltung von IT-Systemen im Unternehmen vereinfachen soll. Für Privatanwender gibt es Lösungen, die das Speichern von Bildern oder Musikdateien erleichtern sowie die zwischenmenschliche Kommunikation unterstützen sollen.

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