Der Suchmaschinenmarkt ist wegen der lukrativen Werbeerlöse interessant. Analysten beziffern alleine den Werbeumsatz in den USA auf jährlich etwa 15 Mrd. Dollar. Die Suchmaschinenanbieter zeigen bei Suchanfragen passende und damit sehr zielgruppengenaue Werbung. Google-Chef Eric Schmidt sieht genau hier das Erfolgsrezept von Google.
Gerade die Abhängigkeit von den Werbeumsätzen könnte für viele kleinere Anbieter zum Problem werden. Angesichts der steigenden Reichweite von Google und Yahoo wird es für sie immer schwerer, die Anzeigen auf die eigene Seite zu holen. „Jeder Cent Werbeumsatz, den die Großen hinzugewinnen, verstärkt die Sogwirkung in ihre Richtung“, beschreibt Gentner die Situation.
Wie schwer sich Rivalen gegen Google tun, zeigt das genannte Beispiel Microsoft. Der Konzern investierte bereits mehrere hundert Millionen Dollar in die Internetsuche. Doch der Umsatz der Suchmaschinensparte MSN ist im vergangenen Geschäftsjahr von 2,34 auf 2,29 Mrd. Dollar gefallen. Zugleich rutschte der Bereich mit 77 Mill. Dollar in die Verlustzone, nach einem operativen Gewinn von 412 Mill. Dollar im Jahr zuvor.
Der Misserfolg hat laut Genter drei Gründe. Zum einen habe der Erste am Markt häufig einen Vorteil. Zudem besitze Google eine sehr ausgereifte Technik und entwickle ständig neue Features. „Zudem wird Microsoft nicht als Suchmaschinenanbieter wahrgenommen, und gerade die technikaffinen Nutzer, die den Erfolg zu Beginn ausmachen, gehen gerne zu einem neuen, unabhängigen Anbieter“, sagte Gentner.
Dennoch lässt Microsoft nicht locker. So hat der Konzern vor kurzem den neuen Suchdienst „Live Search“ gestartet. Dabei versucht Microsoft mit Ideen wie der Weitergabe von Suchkriterien an Freunde zu punkten. Doch die jüngsten Zahlen belegen, dass der Dienst bei den Kunden nicht so recht ankommt.
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