Gegenseitige Auslagerung von Diensten als Grundstein für die Expansion
HP und BT schließen Allianz im Outsourcing-Geschäft

Der IT-Riese Hewlett-Packard (HP) und der Telekom-Konzern British Telecom (BT) arbeiten künftig beim Outsourcing eng zusammen.

jkn FRANKFURT/M. In einem ersten Schritt übernehmen beide Firmen gegenseitig Dienstleistungen für den anderen. Basierend auf dem 1,5 Mrd. Dollar schweren Outsourcing-Vertrag sollen dann solche Services ab Sommer auch externen Firmen angeboten werden.

HP will mit der Allianz dem erklärten Ziel näher kommen, das Geschäft mit Dienstleistungen auszubauen. Auch BT hat den Markt der so genannten Managed Services als Wachstumsfeld identifiziert. Immer mehr Unternehmen gehen dazu über, Bereiche an externe Dienstleister auszulagern. HP und BT hoffen, durch die Kombination ihrer Erfahrungen einen Wettbewerbsvorteil in dem hart umkämpften Markt zu erreichen.

„Outsourcing hängt eng mit der Verknüpfung von IT und Telekommunikation zusammen. Wir sind die einzigen, die solche kombinierten Services künftig global anbieten können“, sagte Bill Halbert, bei BT für die Informations- und Kommunikationstechnologie verantwortlich, dem Handelsblatt. Dennoch beurteilen Experten wie Julian Hewett vom Marktforscher Ovum die Partnerschaft zurückhaltend. Während die Allianz für HP kaum ein Risiko berge, werfe sie für BT Fragen auf. „BT hat sich bei den Services in der Vergangenheit neutral verhalten und mit vielen Partnern zusammengearbeitet. Die Frage ist, wie diese Firmen auf die Allianz reagieren“, sagt Hewett.

Basis der Partnerschaft ist ein gegenseitiger Outsourcing-Vertrag. Dabei übernimmt BT für sieben Jahre das Sprach- und Datennetz von HP. Im Gegenzug betreibt HP künftig die IT-Infrastruktur von BT. Das Volumen beläuft sich auf insgesamt 1,5 Mrd. Dollar, zu fast gleichen Teilen auf beide Seiten verteilt.

Zu den von HP und BT avisierten Märkten zählen etwa Call-Center. „Hier sind Telekom-Infrastruktur und IT-Landschaft eng miteinander verknüpft, man muss also auch entsprechende Services anbieten“, sagte Carlo Magistelli, der bei HP das Geschäft mit Managed Services in der Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) verantwortet.

Die Allianz könnte HP auch helfen, IT-Dienstleistungen nach Bedarf anzubieten. Bei dem „Adaptive Enterprise“ genannten Ansatz zahlen Firmen nur für die IT-Leistung, die sie in Anspruch nehmen. Voraussetzung ist eine Verzahnung von Datennetz und IT-Infrastruktur.

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