Gentrifizierung in San Francisco
Chinatown stemmt sich gegen Flut an Tech-Firmen

Chinatown in San Francisco bangt um seinen einzigartigen Charme: Immer mehr junge Technologiefirmen ziehen in das gut gelegene Traditionsviertel. Eine Reihe von Initiativen versucht nun, die Entwicklung auszubremsen.
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San FranciscoSeit 150 Jahren ist Chinatown in San Francisco erste Anlaufstelle für Immigranten aus Asien. Doch jetzt fürchten viele Bewohner um den einzigartigen Charme des Traditionsviertels. Denn Unternehmer in San Francisco nehmen angesichts der andernorts stark steigenden Mieten zunehmend Chinatown ins Visier und bauen dort alte Gebäude zu Büros, Wohnungen, Bars und Restaurants aus.

Wie in so vielen anderen Städten weltweit sehen sich auch in Chinatown viele Alteingesessene durch die Gentrifizierung bedroht. Eine Reihe von Initiativen versucht, die Stadtentwicklung in dem zentral gelegenen Viertel mit 15.000 bis 18.000 Einwohnern so gut es geht auszubremsen. „Wenn man darüber nachdenkt, ist es die letzte Bastion. Es ist einer der letzten zentralen Plätze der Innenstadt, der noch nicht gentrifiziert und überentwickelt wurde“, sagt Bertrand Pellegrin, der sich für den Erhalt des traditionellen Chinatown einsetzt.

Lukrative Angebote könnten aber viele Immobilienbesitzer im Viertel dazu bewegen, zu verkaufen und anderswo hinzuziehen. Bereits in den vergangenen Jahren haben sich chinesischstämmige Amerikaner zunehmend in der Bay Area rund um die US-Metropole angesiedelt.

Nun ist es vor allem die boomende Technologiebranche von San Francisco, die ein Auge auf Chinatown geworfen hat. Für sie macht auch der Bau einer eigenen U-Bahn-Station, die 2019 fertig sein soll, das Viertel attraktiv. „Eine umfangreiche Verkehrsentwicklung wird die Lage nur verschlimmern“, sagt hingegen David Wong, der eine Initiative gegen den U-Bahn-Ausbau gestartet hat.

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Gründer können Aufregung nicht verstehen

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