Am Montagabend haben Verleger Dieter von Holtzbrinck und Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart die besten Wirtschaftsjournalisten des Jahres ausgezeichnet – darunter die Enthüller der Steueraffäre „Panama Papers“.

Kommentare

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  • @Hans Mayer

    Systemnutten fällt mir dazu ein

  • Eher eine Party, bei der man sich selbst feiert, kennen wir ja bereits zur genüge.
    Die, welche ganz stramm in einer Reihe zum Establishment stehen, werden geehrt.
    Die Medien in unserem Land haben absolut nichts mit Journalismus zu tun, sie sind zu Lobbyisten der Altparteien und des Establishments geworden, welche nur ihre eigenen Vorteile kennen und für diese Handeln.
    Sowas zu feiern ist schon etwas abgehoben

  • „In diesen Zeiten ist kompetenter, ethisch fundierter und werteorientierter Journalismus wichtiger denn je“

    Ohje. Jetzt wollen Sie wieder die Glaubwürdigkeit herstellen :-)

    Das geht nicht durch Worte sonder durch Taten!!

    An Taten werdet Ihr gemessen! Verstanden?

  • „Werteorientierter Journalismus ist wichtiger denn je“

    Da stellt sich nur die Frage, welche "Werte" hier dann zugrunde liegen........

  • „In diesen Zeiten ist kompetenter, ethisch fundierter und werteorientierter Journalismus wichtiger denn je“,

    Ganz ehrlich! Ich tu mich mit dem Begriff in Zeiten von Strg-C Strg-V sehr schwer. Eine Berufsethik ist immer wichtig. Aber aktuell muss ich sagen, dass dieser Begriff mir Bauchschmerzen bereitet. Ich glaube er ist aktuell mehr Teil der Postfakten-Ära.

    Wenn man die deutsche Nachrichtenlage z.B. mit der Züricher Zeitung oder mit BBC vergleicht, glaubt man oft nicht, dass es dieselbe Welt ist. Der Vorwurf der Postfakten-Welt wird dann nur auf andere angewendet, nicht auf den Mainstream selbst...

  • Statt mit Werten sollte sich eine Wirtschaftsjournalismus mit der Basis einer funktionierenden Marktwirtschaft beschäfiigen.
    Und das ist eine von der Politik freien wirtschaftlcihe MEHRWERT Schöpfungskette. Ein Wirtschaftsjournailsmus hat die Politik zu kritiersen sobald diese der wirtschaftlichen Mehrwertschöpfung die Freiheit einschränken will zum Nachteil der gesamten Marktgesellschaft.

    Wohlstand und Moderne entsteht nicht aus Werten der Toleranz, Moral und falschverstandenen Nächstenliebe sonder einzig auf Basiis einer FREIEN wirtschaftlichen Mehrwertschöpfung in einer offenen und freien Marktgesellschaft.

  • Mit Werten sind im aktuellen deutschen Journalismus wahrscheinlich nicht die preussischen Werte wie Bescheidenheit, Wahrheitsliebe...gemeint. Ich nehme an, dass die Werte der heutigen Ideologie und (Öko)religion gemeint sind. Letztlich wird eine ideologische Geschlossenheit/Linientreue der Journalisten ausgezeichnet.

    Wenn man die Erkenntnis eines ex. US Präsidenten, dass man zwar alle einige Zeit und einige dauerhaft täuschen kann, aber nicht alle dauerhaft täuschen kann zu Grunde legt, dann legt dies nahe dass der Journalismus eine Krise erlebt.

    Bis in die 90er Jahren konnte man in Deutschland Staatsfernsehen sehen, oder Qualitätszeitungen lesen ohne jeden Artikel auf seinen Wahrheitsgehalt analysieren zu müssen*. Alternative Medien musste man dagegen kritisch hinterfragen. Heute ist dies fast umgekehrt.

    Aufgrund der steigenden Leserzahlen alternativer Medien, der rückläufigen Auflagen der regierungsnahen Medien werden die Redaktionen verkleinert, Zeitungen zusammengelegt. Der Zeitpunkt an dem die alternativen Medien höhere Auflagen erzielen als die regierungsnahen Medien ist möglicherweise näher als viele meinen.

    Für den Journalismus wäre es sinnvoll den ideologischen Spielraum des Systems voll zu nutzen und eine möglichst hohe Zahl wahrheitsnaher, faktenreicher Artikel zu veröffentlichen um die Auflagen zu erhalten und die Zukunft des Journalismus zu sichern.

    *Ich hatte seinerzeit HB und FAZ alternierend gekauft.

  • Wenn "werteorientierter Journalismus“ daraus besteht, dass Journalisten aus ihrer kleinen Heileweltblase nicht herausschauen können, dann ist das nicht der richtige Ansatz.

Mehr zu: Georg von Holtzbrinck-Preis 2016 - „Werteorientierter Journalismus ist wichtiger denn je“

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