George Lucas
Der Sternenkrieger verlässt die Brücke

Er ist einer der ganz Großen im Filmgeschäft: George Lucas, Schöpfer von „Star Wars“ und „Indiana Jones“. Eigentlich wollte er Rennfahrer werden, doch ein Unfall hielt ihn davon ab. Zum Glück.
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Der Schöpfer von „Krieg der Sterne“ tritt von der Kommandobrücke ab: George Lucas will nach dem Verkauf seines Filmimperiums an den US-Unterhaltungsmulti Disney nur noch als Berater tätig sein. „Es ist Zeit für mich, "Star Wars" an eine neue Generation von Filmemachern zu übergeben“, sagte der 68-Jährige.

Mit dem futuristischen Märchen um Luke Skywalker, Darth Vader und Prinzessin Leia war dem Filmemacher 1977 der Durchbruch zum Starregisseur gelungen. Schon die erste Episode brachte ihm Weltruhm, Millioneneinnahmen und eine Oscar-Nominierung – auch wenn ihm die höchste Filmehre bis zum Schluss versagt blieb.

Mit einer kleinen Crew schuf der Technik-Revolutionär damals aus bunt bemalten Besenstielen tödliche Laserschwerter, mit bahnbrechenden Trickideen entstanden Jedi-Ritter und Raumschiffe. Mit seinen Gewinnen setzte sich Lucas von Hollywood ab und gründete nördlich von San Francisco das Spezial-Effekt-Imperium ILM.

Eigentlich hatte der in der kalifornischen Kleinstadt Modesto aufgewachsene George Walton Lucas Rennfahrer werden wollen. Wegen eines schweren Unfalls sattelte er jedoch um. Nach dem Filmstudium in Los Angeles und Lehrjahren bei Francis Ford Coppola feierte er 1973 mit dem nostalgischen Rock'n'Roll-Film „American Graffiti“ seinen ersten großen Regieerfolg. Später bewies er auch als Produzent immer wieder den richtigen Riecher – größte Hits waren die „Indiana Jones“-Filme 1984, 1989 und 2008.

Laut Forbes-Liste hatte der geschiedene Vater von drei Adoptivkindern schon vor dem Verkauf seines Reichs ein Vermögen von 2,5 Milliarden Dollar. Medienberichten zufolge schloss er sich der Initiative von Bill Gates und Warren Buffett an, bei der US-Milliardäre jeweils mehr als die Hälfte ihres Vermögens spenden wollen.

In Hollywood hat sich der „Sternenkrieger“ schon verewigt: Der Mittwoch vor dem Memorial Day im Mai wird traditionell als „George-Lucas-Day“ gefeiert.

 
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • ICh bin gespannt ;)

    VG
    Reiner Prohaska

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