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Geplanter Einstieg ins Free TV: Premiere bekräftigt Interesse an Sat.1

Der Bezahlfernsehsender Premiere lässt sich in seinem Bemühen um den Fernsehsender Sat.1 nicht entmutigen. Firmenchef Michael Börnicke bekräftigte am Freitag sein Interesse an dem Sender, dessen Verkauf die Konzernmutter Pro Sieben Sat.1 als abwegig bezeichnet hatte.

rtr FRANKFURT. „In sechs bis zwölf Monaten sieht die Welt ganz anders aus“, zeigte sich Börnicke am Rande einer Veranstaltung in Frankfurt zuversichtlich. Er setze auf einen Sinneswandel der ProSiebenSat.1-Großaktionäre KKR und Permira.

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Mit Sat.1 will Premiere ins frei empfangbare Fernsehen (Free TV) einsteigen und dauerhaft schwarze Zahlen schreiben. Börnicke sieht den Berliner Sender als ideale Ergänzung seines Konzerns. Mit einem solchen Zukauf könnte Premiere von Größenvorteilen beim Einkauf von Film- und Sportrechten profitieren. „Es macht für uns überhaupt keinen Sinn, ein kleines Free-TV-Unternehmen zu kaufen“, stellte Börnicke klar.

Der Premiere-Chef erwartet nach eigenem Bekunden, dass der Medienmogul Rupert Murdoch den Anteil seines Konzerns News Corp an Premiere von derzeit 22,7 Prozent weiter aufstockt. „Das hätte für mich Logik“, sagte Börnicke. „Dass er über 30 Prozent geht, das erwarte ich aber überhaupt nicht.“ Das „Wall Street Journal“ hatte zuletzt unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, Murdoch strebe eine Sperrminorität von 25 Prozent an. Börnicke fügte hinzu, er sei nicht informiert über Murdochs Pläne bei dessen Premiere-Beteiligung.

Zum Tauziehen um die Fernsehrechte für die Fußball-Bundesliga ab 2009 äußerte sich Börnicke optimistisch: „Ich gehe davon aus, dass wir die Rechte bekommen werden und dass wir sie exklusiver bekommen werden denn je.“ Er rechne damit, dass die Deutsche Fußball-Liga (DFL) und der Medienmogul Leo Kirch im laufenden Kartellamtsverfahren mit ihrem geplanten Vermarktungsmodell scheitern. Die von der DFL und Kirchs Gesellschaft Sirius SportMedia vorgesehene Vermarktung eines fertig produzierten Programms werde vor dem Kartellamt keinen Bestand haben.

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