Geräte-Auswahl wird im vierten Quartal deutlich größer sein
UMTS soll zu Weihnachten die Massen erreichen

Die Mobilfunkbetreiber wollen rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft Handys für die neue Technik UMTS in größerem Stil unters Volk bringen. Mit niedrigeren Preisen und einer deutlich größeren Auswahl an Geräten wollen sie die Massen von dem neuen Standard überzeugen.

slo DÜSSELDORF. Denn bislang ist UMTS, das in Deutschland im Februar startete, ein Nischenangebot.Die UMTS-Ära begann in Deutschland mit dem Verkauf von Datenkarten für tragbare Computer. Vodafone war der erste Anbieter. Der britische Konzern hat bis Ende Juni insgesamt 50 000 UMTS-Karten verkauft. Wie viele davon hier zu Lande abgesetzt wurden, gibt das Unternehmen aber nicht bekannt.

„Wir werden im Weihnachtsgeschäft eine breitere Palette mit sechs oder sieben UMTS-Handys in den Läden haben, die längere Akkulaufzeiten und eine bessere Ausstattung als die bisherigen Geräte bieten“, sagt Jürgen von Kuczkowski, Chef von Vodafone D2. Bislang hat das Unternehmen zwei UMTS-Modelle im Angebot. Konkurrenten wie O2 bieten derzeit nur ein UMTS-Handy an. Doch O2-Chef Rudi Gröger verspricht Abhilfe: „In den nächsten Monaten werden weitere Modelle folgen, so dass UMTS mit dem Weihnachtsgeschäft richtig spannend wird.“

Der US-Mobiltelefonhersteller Motorola hat in der vergangenen Woche angekündigt, insgesamt vier verschiedene UMTS-Geräte im Herbst und Winter auf den Markt zu bringen – darunter auch zwei Modelle für den Massenmarkt. Branchenexperten erwarten für die nächsten Wochen weitere Ankündigungen, unter anderem von asiatischen Herstellern.

Vodafone hat inzwischen die Preise für die Datenkarten und auch die Gebühren für das mobile Surfen gesenkt. Analysten rechnen damit, dass die Konkurrenten noch vor Weihnachten nachziehen werden.

UMTS soll das mobile Internet schneller machen und so die Umsätze mit Datendiensten ankurbeln. Parallel dazu wollen die Mobilfunker aber auch die Gesprächsumsätze steigern. „Die Nutzung der Datendienste wird zunächst nur langsam zunehmen, so dass die Mobilfunkbetreiber ein begehrliches Auge auf die Festnetzgespräche werfen, um ihre UMTS-Kapazitäten auszunutzen“, sagt Roman Friedrich, Telekomexperte bei Booz Allen Hamilton.

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