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03.07.2007 
Mobilfunk

Gerangel um deutschen iPhone-Vertrieb geht weiter

Der Bieterkampf um den exklusiven Vertrieb des Apple-Handys iPhone in Deutschland ist noch nicht zuende: Die Meldung, T-Mobile habe wegen eines nachgebesserten Angabots den Zuschlag erhalten, ist nach Handelsblatt-Informationen falsch. Unterdessen wird eine erste Schätzung zur Umsatzrendite des iPhones bekannt - und die ist mehr als üppig.

iPhone-Käufer in den USA. Foto: dpaLupe

iPhone-Käufer in den USA. Foto: dpa

HB BONN/DÜSSELDORF. Die „Rheinische Post“ berichtet in ihrer Mittwoch-Ausgabe, zwar sei Vodafone wegen seiner größeren Marktmacht in Europa bis zuletzt als Favorit für alle Verkaufsrechte in Europa gehandelt worden. T-Mobile habe sein Angebot aber in letzter Minute nachgebessert und habe Apple damit überzeug. Das Gerät solle ab 1. November für rund 450 Euro ausschließlich in Verbindung mit einem T-Mobile-Vertrag in den Geschäften angeboten werden.

Das Handelsblatt erfuhr dagegen aus Unternehmenskreisen, dass noch nichts entschieden ist. Die Telekom verhandle noch – wie andere Wettbewerber auch – mit Apple über die Vertriebsrechte. Offiziell wollten sich weder der Bonner Telekommunikationsriese noch sein britischer Konkurrent äußern.

55 Prozent Umsatzrendite beim Spitzenmodell

Unabhängig vom Vertriebspartner wird das iPhone die Kassen von Apple kräftig klingeln lassen, wenn sich genügend Geräte absetzen lassen: Das Marktforschungsinstitut iSuppli schätzte die Umsatzrendite beim teuersten iPhone-Modell am Dienstag auf über 55 Prozent. Demnach liegen die Material- und Produktionskosten für das 600 Dollar teure Handy bei gut 265 Dollar. Die Apple-Aktie zog nach Bekanntwerden der Daten um knapp fünf Prozent an.

Apple hatte die mit Spannung erwartete Kombination aus Handy, MP3-Spieler und Organizer am Freitag in den USA in den Handel gebracht. Schätzungen zufolge gingen am Wochenende bereits bis zu eine halbe Million der Geräte über den Ladentisch. iSuppli hat nach eigenen Angaben das Handy mit einer Speicherkapazität von acht Gigabyte auseinandergenommen und die einzelnen Bauteile untersucht. Demnach kostet das von der deutschen Firma Balda gebaute Display 27 Dollar. Den eingebauten Kommunikations-Chip von Infineon bewertete iSuppli mit 15,25 Dollar.

Apple will bis 2008 zehn Mill. iPhones verkaufen, was einem Prozent des weltweiten Mobilfunkmarktes entsprechen würde. In den USA wird das iPhone von etwa 200 Apple-Läden und 1 800 Vertriebspunkten der Telekomgesellschaft AT&T verkauft. Analysten rechnen damit, dass AT&T in den kommenden drei Quartalen drei Millionen iPhones verkaufen könnte und sich so einen zusätzlichen Umsatz von 1,4 Mrd. Dollar sichert.

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