Gericht stützt Entscheidung der Kartellwächter
Holtzbrinck-Beschwerde gegen Kartellamt abgewiesen

Die Verlagsgruppe Holtzbrinck darf die „Berliner Zeitung“ weiterhin nicht übernehmen. Die Beschwerde gegen eine Untersagungsentscheidung des Bundeskartellamts wurde vom Kartellsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Düsseldorf zurückgewiesen.

HB DÜSSELDORF. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht bestätigte am Mittwoch per Beschluss (Az.: IV Kart 7/04) ein Übernahme-Verbot des Bundeskartellamtes. Holtzbrinck kann dagegen noch Rechtsbeschwerde beim Bundesgerichtshof einlegen.

Das Kartellamt hatte den Zeitungskauf wegen einer drohenden marktbeherrschenden Stellung des Verlags auf dem Berliner Zeitungsmarkt verboten, obwohl Holtzbrink den „Tagesspiegel“ an seinen Ex-Manager Pierre Gerckens verkauft hatte.

„Wir bedauern die Entscheidung des Gerichts. Es rechnet Pierre Gerckens offenbar weiterhin Holtzbrinck zu. Diese Wertung erschwert ein Management-Buy-Out, wie es international üblich ist“, sagte Verlagssprecher Rolf Aschermann. Holtzbrinck werde die schriftliche Begründung des Beschlusses abwarten und dann entscheiden, ob Rechtsbeschwerde eingelegt werde.

„Der Zusammenschluss würde zu einer marktbeherrschenden Stellung führen“, heißt es in dem 42-seitigen Gerichtsbeschluss. Mit der Fusion würde Holtzbrinck auf dem Berliner Lesermarkt für regionale Abonnementszeitungen einen Marktanteil von mehr als 60 % erreichen. Dies sei weit oberhalb der Schwelle von 33 %, von der an das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen von einer marktbeherrschenden Position ausgehe, hieß es.

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