Geringerer Gewinn im ersten Quartal
Übernahmekosten belasten Peoplesoft-Bilanz

Peoplesoft erwartet, dass die IT-Ausgaben der Unternehmen unverändert zunehmen. Dennoch hat der US-Softwarekonzern im ersten Quartal einen Rückgang des Nettogewinns um 37 Prozent verzeichnet. Grund dafür sollen Sonderbelastungen im Zusammenhang mit der Übernahme des Konkurrenten J.D. Edwards sein.

HB SAN FRANCISCO. Der Nettogewinn sei auf 24,2 Mill. Dollar oder sieben Cent pro Aktie von 38,5 Mill. Dollar oder zwölf Cent je Aktie im Vorjahr gesunken, teilte das Unternehmen am Donnerstag nach US-Börsenschluss mit. Der Umsatz stieg auf 643,1 Mill. Dollar von 460,3 Mill. Dollar. Auf Pro-Forma-Basis hätte der Gewinn 62 Mill. Dollar oder 17 Cent je Aktie betragen, teilte die Firma mit Sitz in Pleasanton in Kalifornien mit. Befragte Analysten hatten im Schnitt auf dieser Grundlage einen Gewinn von 18 Cent je Aktie und einen Umsatz von 643,6 Mill. Dollar erwartet. Nach der Bekanntgabe der Zahlen gaben Peoplesoft-Aktien im nachbörslichen Handel um drei Prozent nach.

Peoplesoft hatte im Juli den kleineren Software-Hersteller J.D. Edwards übernommen und damit Oracle den zweiten Platz hinter der deutschen SAP streitig gemacht. Peoplesoft wehrt sich zurzeit gegen einen Übernahmeversuch Oracles in einem Umfang von etwa 9,4 Mrd. Dollar.

Analysten sagten, die Peoplesoft-Zahlen lägen am unteren Ende der Erwartungen. „Dies gilt insbesondere für den Gewinn je Aktie“, sagte Tad Piper von Piper Jaffray. Analysten wiesen zudem auf die Lizenzeinnahmen hin, die als Indikator für das künftige Wachstum gelten. Peoplesoft nahm in diesem Bereich 131 Mill. Dollar ein und lag damit ebenfalls am unteren Ende der Analystenerwartungen, die von 130 bis 140 Mill. Dollar ausgegangen waren.

Der Aktienkurs des Unternehmens ist in diesem Jahr um rund 17 % zurückgegangen. Nach der Bekanntgabe der Zahlen gab der Kurs im nachbörslichen Handel auf 18,25 Dollar nach 18,89 Dollar zum Handelsschluss nach.

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